Lesermeinung

„VfR Aalen kann man nicht retten“

Zum Artikel: Studenten wollen VfR Aalen retten vom 7. Dezember:

„Das, was die Studenten hier vorhaben, finde ich eine ganz tolle Aktion, die leider nur zu einem Tropfen auf den heißen Stein führt. Trotzdem verdient diese Aktion meinen vollen Respekt.

Aber einen Verein wie den VfR kann man einfach nicht retten. Ein Verein, der im Durchschnitt ca. alle 10 Jahre in die Insolvenz gehen muss, lebt über seine Verhältnisse. Selbst wenn diese Aktion 50.000,00 Euro in die Kasse des Vereins spülen sollte, reicht diese Summe wahrscheinlich nicht einmal aus, um das Jahresgehalt eines Spielers zu bezahlen. Zu den Vergütungen des Vorstands und des Präsidiums kann ich nichts sagen, weil ich darüber nichts weiß.

Der Verein hat bei den Bürgern der Stadt Aalen überhaupt kein Image. Das sagen mir die Zuschauerzahlen mit durchschnittlich 1100 Zuschauern und das ist meiner Meinung nach der harte Kern des Vereins und einige VIPs, die keinen Eintritt bezahlen und die es sich im VIP-Zelt auf Kosten des Vereins gut gehen lassen. Ohne einen Hauptsponsor, der jährlich mindestens

1 bis 2 Millionen Euro dem Verein zur Verfügung stellt, funktioniert die Regionalliga nicht.

Der Verein sollte, auch wenn er sportlich die Regionalliga halten kann, freiwillig in die Oberliga gehen und dort das Ziel haben die oberen Plätze zu belegen. Das würde sich garantiert auch positiv bei den Zuschauerzahlen deutlich bemerkbar machen. Ein Verein, der immer nur um den Abstieg spielt, ist für den Zuschauer uninteressant.

In der Oberliga könnte meiner Meinung nach der Verein auch wieder finanziell gesunden. Die Aktion „Studenten wollen VfR retten“ wäre auch ein toller Anfang für die Oberliga.“

Josef Hüttel

Aalen

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