Lesermeinung

Von Zögerlichen und Impfunwilligen

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Impfanreize schaffen:

Ist das nun Realsatire oder Ausdruck eines sich in Hyperindividualismus immer weiter selbst überbietenden Teiles der Gesellschaft? Amerika taugt wieder mal so was von gar nicht als Vorbild. Da werden Impfverweigerern oder Impfskeptikern ein Ticket oder Flug zum Superbowl, beziehungsweise auch Eintrittskarten für Museen und Restaurants angeboten. Im Deutschlandfunk bringt Sonia Lippke von der Uni Bremen den Vorschlag ins Spiel, Geld oder Gutscheine für was auch immer als Impfanreiz in Deutschland anzubieten. Wie jetzt? Der Anreiz, durch eine Impfung, die auch noch kostenlos ist, sich nicht gesundheitliche Langzeitschäden einzuhandeln oder gar zu sterben, ist durch überhaupt gar nichts zu toppen. Eine Gesellschaft muss zudem ein Mindestmaß an sozialer Verantwortung im Sinne einer Impfbereitschaft der Menschen zum Schutz derer einfordern können. Vermutlich aber sind diejenigen, die das Impfen verweigern, durch Argumente nicht zu erreichen. Ich hätte da zwei Lösungsalternativen: Erstens eine allgemeine Impfpflicht für alle Erwachsenen oder zweitens eine Verpflichtung für alle Impfverweigerer zum Unterschreiben einer Verfügung, dass sie im Falle einer Covid-19-Erkrankung auf intensivmedizinische Behandlung verzichten.

Stefan Weber

Aalen

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