Lesermeinungen

Weltfremdes Vorgehen

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Zum Kreiselbau in Unterkochen und Ausbau der Ebnater Steige:

Ein langer Schatten von Unverständnis und Ignoranz begleiten die Diskussion um den Kreiselbau im Kreuzungsbereich „Schützen“ und die Autobahnzubringer (...). Da fordert der Ortschaftsrat Unterkochen in seiner jüngsten Sitzung einstimmig, dass sich die Stadtverwaltung Aalen für einen Planungsstopp der Ausbaupläne Ebnater Steige - L 1084 einsetzen soll.

Prompt (...) kam aus der Rathauszentralverwaltung Aalen die niederschmetternde Antwort, dass die Verwaltung kein Mandat hätte, sich für einen Planungsstopp der Ausbaupläne der Ebnater Steige einzusetzen. Dabei stand doch in der Presse vom 2. März, dass es zu Ebnater Steige eine Alternative geprüft werde. (...) Wie sieht diese aus? (...).

Sich auf eine Beschlussvorlage vor über 13 Jahren zu berufen, ist wohl weltfremd, wenn man zwischenzeitlich Industrieansiedlung in Oberkochen, Gewerbeansiedlung in Ebnat mit über 17 Hektar betrachtet sowie den vierspurigen Ausbau bis Aalen einbezieht, wo ein weiteres immenses Verkehrsaufkommen auf Unterkochen zukommt.

Denn so gesehen gilt auch für den OB von Aalen, dass die Zeituhr nicht stehengeblieben ist, sondern sich rasant von Tag zu Tag weiter bewegt. Daher ist es zur Stunde mutiger, seine Meinung zu ändern und anzupassen, als ihr treu zu bleiben.

Im Übrigen hat der Verkehrsminister Winfried Hermann beim Mobilitätskongress im Januar 2019 gesagt: Alle Gemeinden, die ein Verkehrsaufkommen von über 10 000 Fahrzeugen hätten, rechtfertigen eine Ortsumfahrung. Daher muss und soll eine breite und regionale Allianz aus Politik-Kommune-Wirtschaft und Bürgerschaft sich zusammenraufen und für eine ortsentfernte Aufstiegstrasse zu A 7 im gemeinsamen Zusammenspiel und Schulterschluss kämpfen. Die Unterkochener Bürgerschaft würde es ihnen danken.

Karl Maier

Aalen-Unterkochen

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