Lesermeinung

Wenn du den Frieden willst ...

Zu: Leserbrief „Kein Frieden durch Waffen“, SchwäPo vom 21. September:

Ein wahrhaft hehres Ziel! Aber leider wussten schon die alten Römer: “se vis pacem para bellum“ (Wenn du den Frieden willst, bereite den Krieg vor) oder Friedrich Schiller: „Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt“ (Wilhelm Tell, 4,3). Ich empfehle dem Briefschreiber ein Gespräch zu führen mit geflüchteten ukrainischen Frauen und ihren Kindern. Es wäre interessant zu erfahren, was sie zu seinen Begrifflichkeiten und Argumenten wie „massive Erhöhung des Rüstungsetats“, „Klimaverwerfungen“, „Energiesicherheit“ und das Fehlen „der finanziellen Bewältigung von Nahrungsmitteln“ sagen würden. Die wollen meines Wissens nur schnell nach Hause, in ihre Heimat, die Ukraine. Zu ihren kämpfenden Männern, den zurückgebliebenen Großeltern, in ihre, sofern noch einigermaßen intakten, Häuser und Wohnungen. Anschaulich könnten sie ihm erklären, was Massenvernichtungswaffen, verbrannte und vergiftete Erde sind. Was marodierende und mordende Soldaten sind ebenfalls. Und was wäre, wenn ein Rotarmist vor seiner Tür stünde und ihn zwänge, die Wohnung zu räumen, da alles requiriert sei usw. … Das Gesicht möchte ich sehen!

Anna Bilaniuk

Rainau-Buch

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