Lesermeinung

Wie wäre es mit Philipp Lahm?

Zum Thema: Wer wird Nachfolger von Oliver Bierhoff?

Nach Bierhoffs überfälligem Rücktritt stellt sich die Frage nach einem geeigneten Nachfolger, und prompt dreht sich das Personenkarussell auf Hochtouren und schießen die Spekulationen ins Kraut. Welche sportlichen, organisatorischen und menschlichen Qualitäten und Referenzen soll der Nachfolger aufweisen, welches Persönlichkeitsprofil soll er besitzen, welche fachliche Souveränität muss er ausstrahlen, und welche Kompetenzen und operativen Spielräume darf er definitiv gegenüber den omnipotenten DFB-Granden haben?  Wird es ihm gelingen, ein offenes und konstruktives Arbeitsverhältnis zu Hansi Flick und dem Nationalteam zu entwickeln und somit einen nachhaltigen Beitrag für eine positivere Außendarstellung zu leisten?

 Jedenfalls darf er nicht den leisesten Touch von Abgehobenheit, kalter Distanziertheit und latenter Arroganz wie sein Vorgänger zeigen und nicht ausschließlich den Anschein von überdosiertem analytischem Pragmatismus erwecken. Es gilt, wieder eine emotional-menschliche Nähe zur Basis aufzubauen, um so das Fußballvolk zurückzugewinnen.

Ein bereits ins Spiel gebrachter Mathias Sammer, der als dominant und nicht gerade konfliktscheu gilt, wäre der falsche Mann, auch schon wegen seiner BVB-Connection mit einem übermächtigen Watzke an der Seite.

 Wie wäre es mit Philipp Lahm, dem ehemaligen Sympathieträger, Aushängeschild und Botschafter der Nationalmannschaft, ein unverbrauchter, integrer, authentischer, fachlich versierter Sportsmann, der mit dem nötigen empathischen Feeling ausgestattet und ein Vorbild für die nachrückende Generation von Fußballern sein könnte?

⋌ Dr. Kurt-Helmut Scheidle,

 ⋌⋌ Aalen-Unterkochen

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