Lesermeinung

„Wir leben noch“

Zum Ostalb-Check vom Februar bis März 2022

Es ist ja gut, sich Gedanken zu machen, aber bei dem angestrebten Stimmungsbild, das die Schwäbische Post zusammen mit der Gmünder Tagespost vorgenommen und gezeichnet hat, bezweifle ich die Ernsthaftigkeit und demzufolge die Aussagekraft. Aufgerufen waren alle Bürger und Bürgerinnen von der Ostalb – aber nur auf digitalem Wege.

Dabei muss man bedenken, die Tageszeitungen werden überwiegend nur von der älteren Generation gelesen und mitfinanziert.

Der Haken, die alten Bürger und Bürgerinnen sind nicht ausgestattet mit digitalen Gerätschaften. So, wie bei der SchwäPo meistens praktiziert, bekommen nicht alle Leser und Leserinnen die Chance sich an der Umfrage zu beteiligen.

Ausschluss wie bei Impfgegnern! Und doch gibt es dabei einen Unterschied. Bei Impfunwilligen setzt man voraus, dass sie bei ihrer Entscheidung so viel Intelligenz besitzen, um die Sachlage zu begreifen. Der ältere Mensch aber ist naturgemäß, meistens nicht mehr in der Lage, sich in der digitalen Welt zurecht zu finden. Es gibt viele Beispiele, der englische Sprachgebrauch in den Medien, bei den Ärzten und auch in den Heimen, wo man dem alten Mensch das Gefühl vermittelt, unmündig zu sein und es an der Zeit wäre, diese Welt zu verlassen.

Nach meiner Generation wird es nur noch Menschen geben, die verschiedene Sprachen gelernt haben und schon in einer digitalen Welt aufgewachsen sind.

Bitte denkt daran! Ertragt uns so und lasst uns noch eine Weile mit Euch auf dieser Welt leben.

Elli Stopar

Oberkochen

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