Lesermeinung

Wo bleibt der Schulterschluss?

zum Albaufstieg:

Selbst nach der Eröffnung der Nordumfahrung nehmen die Spitzen aus Unterkochen kein Ende. Der Verkehr kommt nicht nur durch Ebnater, sondern auch durch Unterkochener zustande. Jeder will zur und von der Autobahn. Nur muss Unterkochen auch dazu bereit sein, seinen Verkehr zu tragen. Denn wer sich für seine Industrie rühmt, muss auch die Folgen tragen.

Seit 1964 kämpfte Ebnat für die Nordumfahrung und es führte jetzt zum Erfolg. Ein Zeichen dafür, was man erreichen kann, wenn man zusammen an einem Strang zieht und nicht nur gegen alles ist. Es gab schon unzählige Podiumsdiskussionen, Infoabende, Workshops. Zuletzt nahm die Stadt 2015 81 000 Euro in die Hand, um eine Vorentwurfsplanung für die Tallage erstellen zu lassen. Karl Maier warb einst mit seiner Aussage „lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach“ für den Kreisel und die Troglösung. Heute will niemand mehr etwas davon wissen. Beschlüsse werden einfach für nichtig erklärt.

Aus Naturschutzgründen fordert Unterkochen keine Radfahrer auf der Schätteretrasse, doch die gleichen Protagonisten fordern eine Trasse für Autos durch ein Flora-Fauna-Habitat-Gebiet zu zementieren. Es passt nicht zusammen. Es stimmt, eine Lösung muss her, aber eben im Machbaren und nicht in Form von Luftschlössern.

Thomas Scheiger

Aalen-Ebnat

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