Lesermeinung

Wo ist die Innovation?

Zum SchwäPo-Artikel „Projektentwickler statt planerischem Wettbewerb“ vom 10. August:

Sommerinterviews haben in der Regel etwas Staatstragendes, gepaart mit visionärem Gedankengut. Wenig davon habe ich in dem Interview gefunden. Mehr tendieren die Aussagen in Richtung Altbekanntes, Altbewährtes, also nichts Neues.

Daher ist es eigentlich leicht, die Aussagen des Gunter Frick, Fraktionssprecher von Freie Wähler/Freie Bürger Ellwangen, zu zerpflücken. Mein wertendes Urteil würde lauten: mager, mager. Ich nenne einige Beispiele:

Auf die Frage nach einem planerischen Wettbewerber antwortet Frick abweisend. Viel lieber wäre ihm ein omnipotenter Projektentwickler. Nur etwas schwach gibt Frick zu, dass dieser wiederum am kurzen Zügel des Gemeinderats stünde. Damit wäre dann der Projektentwickler gestorben.

Beim Thema LEA verweist Frick auf die derzeitige Beschlusslage. Will heißen: Nein, keine Verlängerung über das Jahr 2022 hinaus. Dies ist jedoch nichts Neues, sondern dies ist eine wieder aufgelegte „olle Kamelle“.

Der Ausbau des Z-Baus zur EATA bringt den Fraktionsvorsitzenden in arge Verlegenheit. Hatte er doch, trotz der wahnsinnigen Kostenüberschreitung für einen Weiterbau gestimmt. Mit einer Suada nichtssagender Worte versucht Gunter Frick jetzt wieder zurückzurudern, hoffend, dass dies niemand merkt.

Große Flutkatastrophen werden auch in Ellwangen, wenn auch gemildert, registriert. Leider aber nur auf dem Konto „Altbekanntes“. Gunter Frick hält sich da strikt daran. So muss beispielsweise die Baugebietsplanung nicht grundsätzlich (!) verändert werden. Und das Niederschlagswasser sollte gefälligst da versickern, wo es anfällt.

Dieser lapidare Satz ist das Beste am ganzen Interview.

Sommerinterviews mit Visionen, ja, das war meine Hoffnung. Ich habe davon nichts gefunden, leider nur Mittelmäßigkeit.

Hans Rieger

Ellwangen

Zurück zur Übersicht: Leserbriefe

WEITERE ARTIKEL

Kommentare