Wunsch nach anderen Zeiten

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Zur Corona-Pandemie: Das Robert Koch Institut meldet X-Neuinfektionen an einem Tag, der R-Wert liegt bei drölf und wenn wir nicht endlich brav sind, dann kriegen wir bald alle Hausarrest.

Zur Corona-Pandemie:

Das Robert Koch Institut meldet X-Neuinfektionen an einem Tag, der R-Wert liegt bei drölf und wenn wir nicht endlich brav sind, dann kriegen wir bald alle Hausarrest. Schließlich ist es fünf nach zwölf. Alarmstufe dunkelrot. Und während Corona wohl definitiv das Wort des Jahres und sicherlich, in einigen Fällen, auch alles andere als harmlos ist, wünscht man sich doch langsam aber sicher sein altes Leben zurück. Oder ein neues. Wie auch immer. Jedenfalls eine Zeit, in der sich nicht mehr alles nur um Corona und aktuelle Infektionszahlen dreht. Eine Zeit, in der wir uns zur Begrüßung in die Arme fallen und gemeinsam in Restaurants schlemmen können. Eine Zeit, in der wir ohne Maske durch die Geschäfte schlendern und nicht panisch um uns blicken müssen, damit uns auch ja keiner zu nah kommt. Eine Zeit, in der wir, ohne darüber nachzudenken, verreisen und all die schönen Orte der Welt bewundern können. Eine Zeit, in der wir spontane Ausflüge machen und die Nächte durchfeiern können, bis die Wolken wieder lila sind. Eine Zeit, in der unsere Hände nicht mehr dauerhaft nach Desinfektionsmittel riechen. Eine Zeit, in der man nicht den nächsten Lockdown und einige ihre Existenz oder ihr Leben fürchten müssen. Was vor knapp einem Jahr noch allzu selbstverständlich war, klingt jetzt schon fast nach "Wünsch-dir-was" und da sind wir hier ja bekanntlich nicht. Bleibt also nur abzuwarten und Tee zu trinken oder wohl eher Abstand zu halten und Hände zu waschen.

Vanessa Gürkale, Mutlangen

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