Lesermeinung

Zu Betriebslärm in Kerkingen

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Weiterentwicklung und Wachstum von Unternehmen sind mehr als zu begrüßen. Sie schaffen wertvolle Arbeitsplätze und sind Basis für unseren Wohlstand.

Weiterentwicklung und Wachstum von Unternehmen sind mehr als zu begrüßen. Sie schaffen wertvolle Arbeitsplätze und sind Basis für unseren Wohlstand. Jedoch darf diese Entwicklung nicht auf dem Rücken von wenigen Bürgern ausgetragen werden. Das Risiko dafür ist in Deutschland mit seiner dichten Besiedelung groß: Gewerbe- und Wohngebiete liegen fast schon zwangsläufig oft nahe beieinander. Zum Glück gibt es hierfür gesetzliche Regelungen –könnte man zumindest meinen –wenn man das Immisionsschutzgesetz einsieht. Wer allerdings die Entwicklung in Kerkingen verfolgt, bemerkt, dass Recht und Gesetz eben doch "Auslegungssache" sind.

Angekündigte Messungen unter "Echtzeitbedingungen" finden zwar statt, werden dann aber bei der Bewertung eines Nachtschichtantrages nicht zu Rate gezogen bzw. nicht veröffentlicht. Das gibt zu denken. Vermutlich waren die Ergebnisse derart vernichtend, dass es für die Firma sinnvoll war, die Messungen zu wiederholen. Offenbar ohne Probleme, denn das Unternehmen hat die Messungen und auch die Rahmenbedingungen weitestgehend selbst in der Hand. Mehr noch, es reichen offenbar schon Prognosen, um eine Genehmigung zu bekommen. Und das trotz anhaltender Beschwerden aus der Bevölkerung.

Dabei geht es den Bürgern, im speziellen der Bürgerinitiative Pro Kerkingen, eben nicht darum, die Entwicklung zu verhindern, sondern darum, dass diese Entwicklung im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben läuft.

(..) Vielleicht haben die Verantwortlichen doch noch, neben ihrem wirtschaftlichen Erfolg, auch Ihre gesellschaftliche Verantwortung und den Umgang im Rahmen einer guten Nachbarschaft im Blick.

Georg Fuchs, Kerkingen

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