Holzhammer in Besenkammer

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Einmal zugespitzt gefragt: Sind die Holzhammermaßnahmen der Regierung gegen das Virus oder gegen die Familien und die mittelständische Wirtschaft zur Schaffung verödeter Innenstädte gerichtet?

Einmal zugespitzt gefragt: Sind die Holzhammermaßnahmen der Regierung gegen das Virus oder gegen die Familien und die mittelständische Wirtschaft zur Schaffung verödeter Innenstädte gerichtet? Und ist das alternativlos? Es ist gewiß einfacher, das Panikorchester "Angela und die wilde Sechzehn" weiter spielen zu lassen als wirklich konsequent die bekannten Maßnahmen zur Eindämmung des Virus umzusetzen. Diese sind seit längerem bekannt. (...).

Wer die Lokalzeitungen liest, dem fällt auf, dass die Kritik an den Nebenwirkungen des Holzhammers zunimmt – mit Recht! Der Holzhammer hat der deutschen Wirtschaft einen historischen Einbruch/Schaden beschert (...). Als Resultat ist festzuhalten: die Innenstädte veröden. Wie viele Geschäfte nach der Coronakrise wieder aufmachen werden, darüber kann man heute nur spekulieren. Sicher ist: es werden nicht alle sein. Und die Arbeitslosigkeit? Und hinzu kommt, dass die versprochenen Hilfsgelder (...) immer noch nicht ausgezahlt sind (...). Den Sommer 2020 ließ die Regierung verstreichen, ohne etwas an der digitalen Ausstattung möglichst aller Schulen (z. B. mit W-Lan) oder an der Belüftung der Klassenräume zu verbessern. Noch nicht bedacht sind die grundgesetzwidrigen, unverhältnismäßigen Einschränkungen der Freiheits-/Grundrechte – und die praktische Nichtbeteiligung des Bundestages an den Beschlüssen. So geht das nicht weiter! Der nichtalternativlose Holzhammer gehört in die Besenkammer. Der Frühling kommt – und wir wollen wieder frei und unbehindert nach draußen.

Prof. Dr. Reinhard Kuhnert, Schwäbisch Gmünd

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