Lesermeinung

Zu den Albaufstiegs-Planungen:

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Begriffe wie "zu Ende denken", "Jahrzehnte langer Einsatz" und "bringt Entlastung" in Bezug auf die Verkehrsplanung, geben mir zu denken. Die sich hier mit von Stolz geschwollener Brust meldenden Politiker waren jahrzehntelang im Bund, im Land, im Kreis und in den Städten an der Regierung – bestimmten, was passiert.

Begriffe wie "zu Ende denken", "Jahrzehnte langer Einsatz" und "bringt Entlastung" in Bezug auf die Verkehrsplanung, geben mir zu denken. Die sich hier mit von Stolz geschwollener Brust meldenden Politiker waren jahrzehntelang im Bund, im Land, im Kreis und in den Städten an der Regierung – bestimmten, was passiert. Deren Entscheidungen führten dazu, dass Berufspendler jährlich Stunden, Tage, Wochen im Stau stehen (ohne Entschädigung wie bei GoAhead), dass Straßenbeläge und Brücken von Lkw-Transporten zerstört werden und dass Verbrennungsmotoren einen maßgeblichen Anteil an der Klimaveränderung haben. "Zu Ende denken" bekommt dabei für mich eine ganz andere Bedeutung. Ist am Ende einer "neuen Trasse" das Ende erreicht? War es klug, brauchbare Alternativen zum Pkw nicht oder ungenügend zu entwickeln? Ist es hinnehmbar, dass Straßen und Brücken regelmäßig mit Steuermitteln instandgesetzt werden müssen? War es klug, dass Bahntrassen seit Jahrzehnten überlastet, missachtet wurden – unbrauchbar für heutige Anforderungen? Wir, unsere Kinder, die Natur und das Klima brauchen Vorschläge und höchsten (!) Einsatz für Lösungen, die über dieses "Ende" hinausgehen. Wenn alle Politiker für die Region, für das Klima etwas erreichen wollen und wenn auch die Unternehmen sich ihrer Verantwortung bewusst zeigen, gemeinsam Lösungen zu massentauglichen und klimaschützenden Verkehrsmitteln entwickeln, dann haben wir nicht "das Ende" sondern "die Zukunft" erreicht. Dort finden unsere Kinder die Arbeitsplätze ihrer Zukunft. Ich habe Zweifel, ob Politiker mit diesem "zu Ende-Denken" in der Lage sind, darüber hinaus zu denken, geschweige denn, ob sie es wollen.

Peter Kuch

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