Lesermeinung

Zu den Bauplänen am Salvator:

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Er ist raffiniert. So raffiniert, wie Investoren eben sind. Ganz nach dem Investorenmotto: Großes anbieten für den Einstieg ins Gespräch. Danach abspecken und entgegenkommen.

Er ist raffiniert. So raffiniert, wie Investoren eben sind. Ganz nach dem Investorenmotto: Großes anbieten für den Einstieg ins Gespräch. Danach abspecken und entgegenkommen. (Das klingt dann wie Verzicht.) Und an anderer Stelle draufpacken, weil es dort viel wirtschaftlicher ist. Ein Schelm, der dahinter knallhartes Kalkül vermutet. Jetzt soll es beim Salvator kein Terrassenhaus mehr geben. Natürlich, um den Salvator nicht zu beeinträchtigen. Wie großzügig. Wer aber das Terrassenhaus im Plan gesehen hat und ein bisschen etwas vom Bauen versteht, der konnte sehen, dass sich ein solches Projekt für einen Investor gar nicht lohnen kann. Die Rückwand des Hauses in den Berg hinein zu bauen, wäre so teuer gekommen, dass es sich nicht mehr gerechnet hätte. Also, was macht der Investor? Er verzichtet auf dieses teure Projekt und will dafür bei einem Haus ein Stockwerk draufsetzen. Ich biete eine Wette an, dass bei den anderen Häusern dieser Vorschlag auch noch kommen wird. Nicht, weil es architektonisch besser wäre. Nein, weil es sich dann besser rechnet für den Investor. Merkt denn niemand von den Betroffenen diese übliche Taktik? Offensichtlich nicht. Ich bin gespannt, mit welcher Ausrede der Investor dann die nächste Aufstockung einleitet.

Jo Frühwirth

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