Lesermeinung

Zu den Leserbriefen von Erwin Hafner vom 3. September und von Ursula Appel-Hoffman vom 7. September:

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Die Dunkelziffer der geschädigten und beschädigten Klein-Vermieter ist vermutlich sehr hoch. Erwin Hafner hat keine Ahnung, oder, und das nehme ich stark an, will er, dass durch seine aufgeworfenen Fragen das Thema endlich in Bewegung kommt.

Die Dunkelziffer der geschädigten und beschädigten Klein-Vermieter ist vermutlich sehr hoch. Erwin Hafner hat keine Ahnung, oder, und das nehme ich stark an, will er, dass durch seine aufgeworfenen Fragen das Thema endlich in Bewegung kommt. Der Wille und der Mut wird den Fraktionsvorsitzenden nicht fehlen, aber nach den ersten Kontakten mit den Hausbesitzern werden sie eine andere Sicht bekommen.

Verständnis für die Haus- und Wohnungseigentümer kommt auf, wenn sie hören, dass es Mieter gibt, die imstande sind, ihre Vermieter um fast 40 000 Euro ärmer zu machen. Das sind fast acht Jahre Mietausfall.

Ich bedanke mich deshalb bei der Leserbriefschreiberin Ursula Appel-Hoffmann, die offenbar auch zu den Geschädigten gehört und den Mut hat, mit diesem Thema an die Öffentlichkeit zu gehen.

Auch ich bin davon überzeugt, dass der Gesetzgeber, aber nicht nur der, sondern auch die Gerichte und Rechtsanwälte für diesen Zustand verantwortlich sind. Die Gerichte sind überlastet und die Richter stehen dadurch unter Zeitdruck. Beim ersten Gerichtstermin wird der Sachverhalt der Parteien erörtert und der Richter schlägt sehr schnell zur Einigung einen Vergleich vor. Bei den weiteren Terminen spielt der Sachverhalt keine Rolle mehr. Es geht nur noch hin und her um die Annahme des Vergleichs. Für die Rechtsanwälte das rentabelste Geschäft. [...]

Außer den "schwarzen Schafen" unter den Mietern gibt es noch einen Grund, weshalb die Wohnungen leer stehen. Die Klein-Vermieter sind in der Regel ältere Menschen, also Rentner, nicht mehr so flexibel und geschäftstüchtig. Diese Menschen scheuen den Aufwand, den ein Mietverhältnis mit sich bringt. Die Erstellung der Nebenkostenabrechnungen ist eine Überforderung. Auch wieder wegen dieser Mieteinkünfte zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet zu werden, ist ihnen die Sache nicht wert.

Elli Stopar

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