Lesermeinung

Zu der hohen Anzahl von Corona-Infektionen in der LEA:

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Was mich ärgert ist, dass die Verantwortlichen für die LEA – also der Leiter, das Regierungspräsidium und die Landesregierung – nicht nur viel zu spät reagierten, sondern auch jetzt noch behaupten, seit Anfang März alles Nötige rechtzeitig und umfänglich getan zu haben. Gerade von "rechtzeitig" kann aber keine Rede sein.

Was mich ärgert ist, dass die Verantwortlichen für die LEA – also der Leiter, das Regierungspräsidium und die Landesregierung – nicht nur viel zu spät reagierten, sondern auch jetzt noch behaupten, seit Anfang März alles Nötige rechtzeitig und umfänglich getan zu haben.

Gerade von "rechtzeitig" kann aber keine Rede sein. Ende März wurde bereits im Radio über Corona-Infizierte in der Ellwanger LEA berichtet. Am Vormittag des 3. April habe ich mich per E-Mail beim Leiter des Polizeireviers Ellwangen beschwert und einen Antrag bezüglich zu treffender Corona-Schutzmaßnahmen für LEA-Bewohner wie folgt gestellt: "(...)Am Nachmittag des 2. April fiel mir auf, dass an der Bahn-Haltestelle Schrezheim etwa 10 Schwarzafrikaner eng nebeneinander saßen bzw. standen und offensichtlich auf den nächsten Zug warteten.

Am ZOB Ellwangen zeigte sich mir dasselbe Bild. Auch dort warteten eng beieinandersitzend bzw. – stehend ca. 8-10 Personen (aus der LEA) offensichtlich auf den Bus. (...)" Da die Polizeistreifen offensichtlich nicht in der Lage sind, dieses unvernünftige und verantwortungslose Verhalten der LEA-Bewohner in den Griff zu bekommen, hatte ich damals vorgeschlagen, dass diese die LEA nur mit einer vom LEA-Leiter unterschriebenen Bescheinigung mit Lichtbild verlassen dürfen. Die LEA-Leitung sollte bescheinigen, dass der Inhaber negativ auf Corona getestet wurde und die Einrichtung nur aus wichtigem persönlichen Grund verlassen hat.

Während sich der Ellwanger OB noch vor Ostern für meinen Brief bedankte, steht eine Antwort vom Leiter des Polizeireviers Ellwangen noch aus.

Erst am Sonntag, 6. April, nachmittags, haben die Verantwortlichen die LEA-Bewohner unter Quarantäne gestellt und eine Ausgangssperre verfügt. Bis dahin konnten aber die LEA-Bewohner das Virus nicht nur untereinander, sondern mit Bus und Bahn auch landkreisübergreifend in die Bevölkerung tragen und diese anstecken bzw. gefährden.

Meiner Meinung nach liegt hier seitens der Verantwortlichen schuldhaftes, grob fahrlässiges Verhalten vor. Aber auch die Beschäftigten sowie alle Helfer und Asyl-Unterstützer, die in der LEA ein- und ausgehen, haben nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Familien und andere Kontaktpersonen in Gefahr gebracht.

Momcilo Jovanovic

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