Lesermeinung

Zu: " Die Öffnungsstrategie in Deutschland"

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Es geht gerade viel ums Öffnen. Auch ich öffne Internet, Fernsehen oder Tageszeitung und lese dabei fast täglich von "Öffnungsstrategien". Wenn dabei Politiker und Politikerinnen ein Gespräch über Öffnungen fordern, geht das nur mit Verweis auf das "normale Leben".

Es geht gerade viel ums Öffnen. Auch ich öffne Internet, Fernsehen oder Tageszeitung und lese dabei fast täglich von "Öffnungsstrategien". Wenn dabei Politiker und Politikerinnen ein Gespräch über Öffnungen fordern, geht das nur mit Verweis auf das "normale Leben". Die Botschaft lautet, man will wieder zurück dorthin, wo wir vorher waren, kontrolliert und mit Plan. Wie absurd das Wort "Öffnungsstrategie" in meinen Ohren klingt, wenn es doch gar keine richtige Schließungsstrategie gab. Und wie absurd es klingt, zurück ins Vorher gehen zu wollen, wenn das Nachher unausweichlich ist. Die Sehnsucht der Bürger nach langer Zeit der Abgeschlossenheit ist verständlich. Wir brauchen daher von der Politik einen Gesamtüberblick und Öffnungsplan, wie es bei bestimmten Infektionszahlen in der Bevölkerung nach Öffnung von Schulen und Kitas auch für Hotels, Restaurants, Tourismusbranche, Theater, Museen, Baumärkte und Fußballstadien das Signal zur Türöffnung erlaubt.

Auch die schleppende Auszahlung von Coronahilfen lässt viele verzweifeln, weil sie nicht wissen, wie es für sie weitergeht und sie sitzen auf Rechnungen, die sie nicht bezahlen können. Da wirkt die Entschuldigung für die Verzögerung beim jüngsten "Wirtschaftsgipfel" von Wirtschaftsminister Altmaier, CDU, wie Hohn angesichts der rasant über die Bühne gehenden Auszahlung von über 9 Milliarden Euro für die Lufthansa bzw. 3 Milliarden Euro für TUI, aber die Ladenbesitzerin um die Ecke oder der Kulturschaffende wird vertröstet. Damit also das Chaos und Tohuwabohu nicht in die Verlängerung geht, braucht die Bevölkerung einen Stufenplan mit klar definierten Öffnungsschritten.

Karl Maier

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