Lesermeinung

Zu "Gemeinde Hüttlingen pflanzt 30 Bäume", SchwäPo vom 2. Mai:

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Die Gemeinde Hüttlingen fällte im Januar wertvollste alte Streuobstbäume für ein Baugebiet. Als freiwillige Maßnahme stellt sie jetzt die Ersatzpflanzung von 30 Bäumen dar. Dieser billige Ablasshandel ist ein durchsichtiger PR-Gag der Gemeinde Hüttlingen.

Die Gemeinde Hüttlingen fällte im Januar wertvollste alte Streuobstbäume für ein Baugebiet. Als freiwillige Maßnahme stellt sie jetzt die Ersatzpflanzung von 30 Bäumen dar.

Dieser billige Ablasshandel ist ein durchsichtiger PR-Gag der Gemeinde Hüttlingen. Bis die neu gepflanzten Bäume wieder den gleichen Nutzungswert für die Natur, Pflanzen-, Vogel- und Insektenwelt erreichen, vergehen 20 bis 30 Jahre.

Die 30 Bäume werden für zwei Jahre gepflegt – und dann? Haben diese Anpflanzungen dauerhaft irgendeinen Schutz? Eher nein, denn sollte wieder einmal aus sogenannter "Geldnot" dringend ein Baugebiet gesucht werden, bieten sich sehr oft solche "Ausgleichsflächen" an. Und schwups sind die Ausgleichsmaßnahmen erneut über Nacht verschwunden.

Werner Gottstein Bopfingen

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