Lesermeinung

Zu: Merkel setzt Lockdown durch, Donnerstag 29.10. 2020:

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Nach dem ersten Rundumschlag im Frühjahr nun der Zweite, etwas gemäßigt und doch nicht differenziert genug. In Abtsgmünd gibt es einen Yoga-Verein, der nun auch betroffen ist.

Nach dem ersten Rundumschlag im Frühjahr nun der Zweite, etwas gemäßigt und doch nicht differenziert genug.

In Abtsgmünd gibt es einen Yoga-Verein, der nun auch betroffen ist. Yoga aber ist Bewegung, Atemübung, Entspannung und vor allem Gesundheitsvorsorge.

Bevor im Yoga-Verein die auf kleine Gruppen aufgeteilten Mitglieder zum Üben kommen, muss die Yogalehrerin ausgiebig lüften und Klinken, Treppengeländer usw. desinfizieren. Zudem kommen alle Teilnehmer mit Mund-Nasen-Schutz und dürfen diesen erst auf ihren Matten abnehmen. Natürlich haben die Matten einen Abstand von über 1,50 Metern. In den ersten Yogastunden nach den Sommerferien wurde eine große körperliche Unbeweglichkeit bei den Teilnehmern sichtbar, die vor dem Lockdown so nicht da war. Denn das Yoga-Üben in einer Gruppe unter Anleitung und Kontrolle einer Yogalehrerin ist mit dem Üben allein zu Hause nicht vergleichbar (...)

Demokratie bedeutet unter anderem, dass die Regierenden im engen Kontakt mit den Menschen in ihrem Lebensalltag stehen. Nur so können sie sinnvoll abwägen, was Not tut. Ich wünsche mir für die Vereine, die in Bezug auf das Gemeinwohl Erhebliches leisten und deren Existenz durch Corona massiv gefährdet ist, Fürsprecher mit Basis-Wissen.

Michaela Ebert

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