Lesermeinung

Zu "Rat ist für Sperrung, SchwäPo vom 29.09.2020

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Der von OB Rentschler initiierte und am 28. 9. von Unterkochens Ortschaftsrat mehrheitlich unterstützte Vorschlag, die Waldhäuser Steige für Kfz-Verkehr zu sperren und einzig für Radverkehr freizugeben, bedeutet einen Ausweg aus jahrelangem Streit.

Der von OB Rentschler initiierte und am 28. 9. von Unterkochens Ortschaftsrat mehrheitlich unterstützte Vorschlag, die Waldhäuser Steige für Kfz-Verkehr zu sperren und einzig für Radverkehr freizugeben, bedeutet einen Ausweg aus jahrelangem Streit. Der Vorschlag wird den Interessen aller am Diskurs um die "Schättere" Beteiligten gerecht. Wenn von drei ausgebauten Straßen von Aalen aufs Härtsfeld die schmalste, kurvenreichste und am wenigsten befahrene nur für den Radverkehr reserviert wird, sind die Interessen der Radfahrer bestens wahrgenommen. Da die asphaltierte Waldhäuser Steige auch im Winter geräumt werden kann, ist diese Strecke auch als einzige für Pendler auf dem Rad realistisch zu gebrauchen. Die vor allem im unteren Teil bestehende Steilheit der Strecke ist in Zeiten zunehmender E-Mobilität auch bei Fahrrädern kein Argument mehr. Deshalb ist der von Ortschaftsrat Alexander Asbrock vorgetragenen Ansicht, dass die Umwidmung der Waldhäuser Steige zu einem Radweg eine mutige Entscheidung für die Zukunft mit vermehrter alternativer Mobilität bedeutet, nur zuzustimmen. Umgekehrt kann so die Schättere für die Naherholung der ohnehin von viel Industrie im Tal beeinträchtigten Unterkochener Bevölkerung, und nur für diese, von Radverkehr ungestört erhalten bleiben. Auch bliebe die artenreiche Natur des die Schättere umgebenden FFH-Gebiets unbeeinträchtigt, wenn man endlich die Hände von der Schättere lässt.

Dr. Helmut Haas, Unterkochen

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