Lesermeinung

Zu "Wie Wohnen in Aalen bezahlbar bleibt" vom 29. August:

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Wo kann in Aalen bezahlbarer Wohnraum entstehen? Diese Frage stellte die SchwäPo den Fraktionsvorsitzenden des Gemeinderats. Da wurde zwar "von Bedürfnissen in der Kernstadt und den Teilorten" gesprochen, aber ansonsten auf die von der Stadt ins Auge gefassten Bauvorhaben auf der grünen Wiese verwiesen. Kein Wort darüber, dass in der Innenstadt eine Masse von Wohnungen und Wohnhäusern leer stehen, die gerade für Leute mit kleinem Geldbeutel und keinen hohen Ansprüchen in Frage kommen könnten.

Wo kann in Aalen bezahlbarer Wohnraum entstehen? Diese Frage stellte die SchwäPo den Fraktionsvorsitzenden des Gemeinderats. Da wurde zwar "von Bedürfnissen in der Kernstadt und den Teilorten" gesprochen, aber ansonsten auf die von der Stadt ins Auge gefassten Bauvorhaben auf der grünen Wiese verwiesen.

Kein Wort darüber, dass in der Innenstadt eine Masse von Wohnungen und Wohnhäusern leer stehen, die gerade für Leute mit kleinem Geldbeutel und keinen hohen Ansprüchen in Frage kommen könnten. Dabei hatte die SchwäPo wiederholt dieses Problem angesprochen. Echo gleich null. Sowohl von der Stadtverwaltung als auch dem Gemeinderat.

[...] Was fehlt, ist der Wille und Mut, das Problem anzugehen. [...] Zunächst wäre eine Bestandsaufnahme nötig. Dem müssten persönliche Gespräche mit den Hausbesitzern folgen, die Wohnungen bewusst leer stehen lassen, weil sie es sich finanziell leisten können und keine Probleme mit Mietern haben wollen. [...] Die Stadtväter müssten selber von Haus zu Haus gehen. Wie in der Nachkriegszeit 1945 [...] zur Unterbringung von Vertriebenen. [...] Derzeit indes behandeln Stadt und Gemeinderat die Leerstände als eine unantastbare heilige Kuh. Genauso übrigens wie eine Menge von voll erschlossenen Grundstücken als Erbanlagen oder Spekulationsobjekte.

Wo aber bleibt bei den in Frage kommenden Hausbesitzern der soziale bürgerschaftliche Gemeinsinn? Und die Befolgung, dass Eigentum verpflichtet? Angesichts der Tatsache, dass in Aalen mindestens 1000 Leute auf der Suche nach einfachem Wohnraum mit erschwinglicher Miete leben.

Oder schrecken die Aalener Stadtoberen die Vorgänge in Tübingen ab? Dort stürzten sich Studenten in die kalten Neckarfluten. Aus Protest gegen die vielen leer stehenden Wohnungen. OB Boris Palmer [...] drohte sogar mit Enteignungen. Dazu wäre ein Oberbürgermeister befugt. In Aalen könnte jedenfalls auf gutem Wege ein Lösung erreichbar sein.

Erwin Hafner

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