Lesermeinung

Zum B-29-Tunnel in Böbingen

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Die Erwartungen waren da: Viele hatten gehofft, dass Staatssekretär Steffen Bilger die Gelegenheit des Spatenstichs am Montag, 12. Oktober, in Essingen nutzen und die Zustimmung des Bundesverkehrsministeriums zum Böbinger Tunnel verkünden würde.

Die Erwartungen waren da: Viele hatten gehofft, dass Staatssekretär Steffen Bilger die Gelegenheit des Spatenstichs am Montag, 12. Oktober, in Essingen nutzen und die Zustimmung des Bundesverkehrsministeriums zum Böbinger Tunnel verkünden würde. Diese Erwartungen wurden jedoch jäh enttäuscht. Bilger gab sich zwar zuversichtlich, führte aber die enormen Kosten und die noch nicht ausreichend gesicherte Wirtschaftlichkeit für den Ausbauabschnitt Schwäbisch Gmünd-Ost bis Böbingen-Ost an.

Das wirft Fragen auf. Die Kosten und die Wirtschaftlichkeitsberechnungen sind seit Herbst vergangenen Jahres bekannt. Angekündigt war die Entscheidung des Bundesverkehrsministeriums im August, dann Ende des dritten Quartals. Nun lässt sich Herr Bilger nicht einmal mehr auf eine Terminaussage festlegen. Was geht hier hinter den Kulissen tatsächlich vor? An welcher Agenda arbeiten die Experten im Ministerium?

Ich will nicht schwarz malen, weil ich weiterhin daran glaube, dass die einheitliche Meinung aller örtlichen und regionalen politischen Mandatsträger, aller wichtigen Verbände, dem überwiegenden Teil der (betroffenen) Bevölkerung und nicht zuletzt dem Verkehrsministerium des Landes entsprechend Gewicht hat. Und ich glaube, dass die Argumente (städtebaulich, sozial, ökologisch) eindeutig für die Tunnellösung sprechen.

Es bleibt zu hoffen, dass die Entscheidung über die Ausbauvariante der B 29 im Bereich der Gemarkung Böbingen nicht zu einer Never-Ending-Story wird, sondern dass diese Entscheidung zeitnah noch im Jahr 2020 fällt – und zwar pro Böbinger Tunnel.

Die Bürgerschaft Böbingens, der Gemeinderat und nicht zuletzt das Aktionsbündnis werden also weiter am Ball bleiben müssen!

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Otto Betz

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