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Zum Artikel "Brenzbahn: Ausbau anmelden", SchwäPo vom 6.10.:

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Es eilt und der Landes-Verkehrsminister Winfried Hermann soll's nicht verpennen. So scheint der Tenor, den die Abgeordneten Kiesewetter und Mack (CDU), ganz im Wahlkampfmodus, verkünden.

Es eilt und der Landes-Verkehrsminister Winfried Hermann soll's nicht verpennen. So scheint der Tenor, den die Abgeordneten Kiesewetter und Mack (CDU), ganz im Wahlkampfmodus, verkünden. Den "Mister Schiene" wollen die Herren auf Fördergelder zum Schienenausbau aufmerksam machen.

Ist das urgrüne Thema Schiene ihnen wirklich wichtig, oder ist das Trittbrettfahren zur Wahl? Aber ok: Jeder bekommt eine Chance.

Die großen Projekte Rems- und Brenzbahn sind auf Ministerebene auf den Weg zu bringen. Aber die Riesbahn – das wäre etwas. Das Bundesverkehrsministerium hat Margit Stumpp (MdB ) und der Grünen Bundestagsfraktion auf die Kleine Anfrage (12/22897) zur Ertüchtigung der Riesbahn folgendermaßen geantwortet: "Eine Blockverdichtung sei nicht geplant". Auf die Kleine Anfrage Nr. VM8705 von Martin Grath (MdL, Grüne) an das Landesverkehrsministerium erhielt er zum Thema ÖPNV in Ost-West-Richtung zur Antwort: "… Verkehrsprobleme können nicht mehr singulär gelöst werden. Vernetztes Denken und Handeln sind gefragt. … Verbesserungen können nur verkehrsträgerübergreifend gedacht werden".

Lieber Herr Kiesewetter, lieber Herr Mack, das wäre eine Aufgabe, die zeigt, dass Sie es mit dem Schienenverkehr wirklich ernst meinen. Ca. 6000 Berufspendler fahren täglich aus dem Bopfinger Hinterland Richtung Aalen/Oberkochen/GD und zurück. Wegen der einspurigen Strecke bei Westhausen wird die Verkehrsbelastung Jahrzehnte unverändert bleiben. Die Lösung: Ein S-Bahntakt zu den Stoßzeiten morgens und abends, der ca. 970 000 Euro im Jahr kostet. Mit Unterstützung der Unternehmen könnten in Aalen Werksbusse die Weiterfahrt meistern. Das spart Zeit, Geld und reduziert CO2.

Herr Kiesewetter, schaffen Sie das? Ihr Vorgänger Herr Brunnhuber (Verkehrspolitischer Sprecher CDU-Bundestagsfraktion) war leider über Jahrzehnte aus Sicht des Schienenausbaus im Ostalbkreis erfolglos – selbst als er Lobbyist bei der Deutschen Bahn war.

Peter Kuch Westhausen

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