Lesermeinung

Zum Artikel: "Home-Office – es bleibt bei Appellen", SchwäPo vom 18. Januar:

  • Weitere
    schließen

Wenn es ein Recht auf Home-Office geben sollte, was vielleicht noch per Gesetz gegenüber den Arbeitgebern, auch den öffentlichen, durchgesetzt werden könnte, gäbe es noch lange keine Pflicht für Arbeitnehmer, dieses Angebot anzunehmen. Niemand kann "Home-Office anordnen", im öffentlichen Dienst nicht und erst recht nicht in der freien Wirtschaft.

Wenn es ein Recht auf Home-Office geben sollte, was vielleicht noch per Gesetz gegenüber den Arbeitgebern, auch den öffentlichen, durchgesetzt werden könnte, gäbe es noch lange keine Pflicht für Arbeitnehmer, dieses Angebot anzunehmen.

Niemand kann "Home-Office anordnen", im öffentlichen Dienst nicht und erst recht nicht in der freien Wirtschaft. Der Arbeitnehmer hat sein Recht auf seine Wohnung, in der er nicht gezwungen werden kann, dort zu arbeiten. Außerdem haben viele gar nicht die Möglichkeit, selbst bei gutem Willen, etwa aus Platzgründen, unter Einhaltung aller Datenschutzbestimmungen einen Heimarbeitsplatz einzurichten oder wollen das ganz schlicht einfach nicht, wofür es ja auch gute Gründe geben kann.

Genauso kann man niemanden zwingen, überhaupt einen Internetanschluss zu haben (selber zu zahlen). Das müsste sowieso alles, wie auch die Endgeräte, vom Arbeitgeber bereitgestellt werden.

Rainer Prosik

Zurück zur Übersicht: Leserbriefe

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL