Lesermeinung

Zum Artikel "Mobile Oase doch kein Zauberwort?", GT vom 18. März

  • Weitere
    schließen

Bäume sind kein Nippes, den man hinstellt, wo er nicht stört, und gelegentlich abstaubt. Bäume wollen leben. Mit den Wurzeln im Boden und den Blättern gen Himmel, nur so schützen sie im Sommer vor Hitze und erhalten die Attraktivität unserer Stadt.

Bäume sind kein Nippes, den man hinstellt, wo er nicht stört, und gelegentlich abstaubt. Bäume wollen leben. Mit den Wurzeln im Boden und den Blättern gen Himmel, nur so schützen sie im Sommer vor Hitze und erhalten die Attraktivität unserer Stadt. Auch den klammen Stadtfinanzen bekommen Kübelbäume mit ihrem aufwändigen Pflegebedarf eher schlecht. Andere Städte kriegen das Miteinander von Bäumen und Markt bei deutlich kleineren Plätzen hin, und rund ums Münster ist durchaus noch Pflaster frei. Auch fordert meines Wissens niemand für die Plätze der Kernstadt die Bepflanzung mit Wald. Selbst als Mitwirkende der Staufersaga frage ich mich jedoch: Ist es tatsächlich gerechtfertigt, dass wir für nur äußerst gelegentlich stattfindende Aufführungen die Stadt nicht fit für die Zukunft machen? Dass wir nicht dafür sorgen, dass BürgerInnen auch in heißen Sommern gerne in den Cafés der Kernstadt sind? Vielleicht könnte man für die Staufersaga neu denken. Die Events der Landesgartenschauen klappten ohne Riesentribüne auf einem baumarmen Johannisplatz. Vielleicht findet sich ein Ort, der beide leben lässt: den Baum und die Saga. Leinwände gibt es auch in groß, und Gmünd kann bestimmt auch Videoprojektion. Denn Gmünd ist eigentlich eine ziemlich fitte Stadt.

Veronika Totzeck, Gmünd

Zurück zur Übersicht: Leserbriefe

WEITERE ARTIKEL