Lesermeinung

Zum Artikel "Opferkuch wird deutlich" vom 30. Juli:

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Populistisch und polarisierend sind die Äußerungen des Kreistagsmitglieds Opferkuch im Kreistag, nach einem Unfall auf der B 29 bei Affalterried. Herr Opferkuch fordert mehr Sicherheit für Autofahrer, die auf die B 29 bei Affalterried fahren und setzt diese verständliche und akut auch von wahrscheinlich allen Bewohnern Affalterrieds nachvollziehbare Forderung in einen nicht nachvollziehbaren Gegensatz zu den Sicherheitsbedürfnissen der ortsansässigen Kinder und Mitbürger.

Populistisch und polarisierend

sind die Äußerungen des Kreistagsmitglieds Opferkuch im Kreistag, nach einem Unfall auf der B 29 bei Affalterried.

Herr Opferkuch fordert mehr Sicherheit für Autofahrer, die auf die B 29 bei Affalterried fahren und setzt diese verständliche und akut auch von wahrscheinlich allen Bewohnern Affalterrieds nachvollziehbare Forderung in einen nicht nachvollziehbaren Gegensatz zu den Sicherheitsbedürfnissen der ortsansässigen Kinder und Mitbürger. Mit der zynischen "Wahl" zwischen Verkehrslärm und Martinshorn bringt er möglicherweise einige Stammtische auf seine Seite, outet sich aber ebenso als wenig kompetenter Kurzdenker. Von einem Ortsvorsteher, Gemeinderats- und Kreistagsmitglied hätte ich mehr geistigen Tiefgang erwartet.

Abseits von wohlfeiler Rede im Gemeinderat bleibt Fakt: 13 000 Fahrzeuge fahren und rasen bald täglich durch Affalterried auf zu enger schlechter Straße und entlang viel zu enger maroder Gehwege! 24 600 Kfz werden es täglich auf der B 29 sein, die im Abstand von weniger als 100 Meter am Ort vorbeiführt.

Anstatt seine Mitbürger in die Rolle der Verhinderer für eine sichere Auffahrt auf die B 29 zu drängen und als unvernünftig zu bezeichnen, wenn sie in Sorge um die Sicherheit der Kinder und Mitbürger den Bau eines Riesenkreisels im Wohnort ablehnen und stattdessen eine breitere Straße, breitere Gehwege, eine 30er Zone und Übergangshilfen fordern, könnte Opferkuch im Hinblick auf den jüngsten Unfall konstruktiv argumentieren, zum Nutzen von gefährdeten Autofahrern und Bürgern.

Es liegen Alternativen zur derzeitigen Straßen- und Verkehrsplanung vor. Es gibt nicht nur sehr gute Argumente für eine Abänderung dieser Planung, auch eine intelligente Nutzung von Verkehrstelematik (siehe Leserbrief von Herrn Kuch aus Westhausen vom 6. August) würde zur Entspannung der aktuellen Verkehrslage beitragen. Auch verdienten und höchst ehrenwerten Lokalpolitikern stünde es an, selbstkritisch über Versäumnisse und Fahrlässigkeiten der Verkehrsplanung der letzten 20 Jahre nachzudenken.

Anton Kuhn, Affalterried

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