Lesermeinung

Zum Artikel von Michael Länge zum Hallenbad und dem Interview mit Roland Wendel vom 26. November:

  • Weitere
    schließen

"Ja Herr Länge, die Entscheidung über ein Hallenbad ist eine harte Nuss. Nur, weil der Schwimmverein bisher anscheinend leer ausgegangen ist, muss kein 50-Meter-Becken gebaut werden.

"Ja Herr Länge, die Entscheidung über ein Hallenbad ist eine harte Nuss. Nur, weil der Schwimmverein bisher anscheinend leer ausgegangen ist, muss kein 50-Meter-Becken gebaut werden. Viele andere Gruppierungen haben Mangel an Trainingshallenzeiten oder Probleme mit der Belegung an Wochenenden. Die städtischen Mitarbeiter tun was sie können, doch es fehlt oft an Kapazitäten.

Die Förderung des Schwimmvereins durch Stadt und Stadtwerke ist außerordentlich stark, als einer von drei Vereinen hat er es erreicht, dass durch die Finanzierung eines Stadtsportlehrers eine hauptamtliche Kraft mitfinanziert ist. Seitdem geht es bei allen drei beteiligten Vereinen aufwärts.

Das Hallenbad ist mehrfach im Jahr für den Badetrieb wegen Wettkämpfen gesperrt, für Vereinsmitglieder ist oft auch während des normalen Betriebs eine Bahn frei gehalten. Der Betrieb eines inzwischen recht unattraktiven Hallenbads und somit überschaubarer Besucherzahlen, wie ich es meist erlebt habe, geht sicher sehr ins Geld, der Abmangel wird letztlich von der Stadt gedeckt. Das ist einiges an Unterstützung. (...)

Zum Schwimmenlernen braucht es kein 50-Meter-Becken. Für Badespaß auch nicht. Nur Leistungssportler brauchen dieses Becken. Vielleicht braucht es gar zwei Hallenbäder: eines für die Bevölkerung als Spaßbad, privat gebaut, für Einkommensschwache können ja über die Stadt Gutscheine verteilt werden. Der Schwimmverein, DLRG und die Schulen bleiben im sanierten Hallenbad (...). Die überragenden Erfolge der Leistungsschwimmer werden ja auch schon auf der 25-Meter-Bahn erzielt. Die Saunen werden geschlossen, die gibt es im neuen Spaßbad.

Die Finanzierung ist ein anderes Thema. Es ist nicht immer verständlich, für welche Bereiche Gelder in Gmünd da sind und für welche nicht. Der Gmünder Sommer wird mangels Geld komplett gestrichen. Auf den Leuchter im Prediger wurde schon genügend verwiesen. Für die Aktionen der Staufer sind scheinbar immer genügend Mittel vorhanden. Oder 20 000 Euro für den Landestrainer in Degenfeld. (...) Auch die drei angestellten Stadtsportlehrer sind diskussionswürdig. Werden da mit Stadtgeldern über 100 000 Euro (...) indirekt oder verdeckt drei Vereine im Jahr gefördert? Und falls die Finanzierung doch noch klappt: Für wen wird das neue oder sanierte Bad eigentlich hauptsächlich gebaut, für den Verein oder für die Bürger der Stadt?"

Marcellinus Schäffauer

Schwäbisch Gmünd

Zurück zur Übersicht: Leserbriefe

WEITERE ARTIKEL