Lesermeinung

Zum Artikel "Was der OB anders haben will" in der GT am 6. Juni:

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Lieber Herr Arnold, wenn man Ihre Meinung zu den Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus liest, könnte man den Eindruck gewinnen, Sie hielten die Maßnahmen für unnötig und wir könnten weitermachen wie vor der Pandemie.

Lieber Herr Arnold, wenn man Ihre Meinung zu den Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus liest, könnte man den Eindruck gewinnen, Sie hielten die Maßnahmen für unnötig und wir könnten weitermachen wie vor der Pandemie. Dass dem nicht so ist, zeigen die täglichen Neuansteckungen im Ostalbkreis, in Baden-Württemberg und bundesweit. Und was von der von Ihnen zitierten Selbstverantwortung der Bürger zu halten ist, zeigen die Ereignisse der vergangenen Tage und Wochen in Göttingen, Leer usw. Zu diesem Zeitpunkt galten im Übrigen die von Ihnen als entmündigend und unmenschlich bezeichneten Maßnahmen.

Dass die aktuell geltenden Maßnahmen unangenehm sind und für einzelne Personen auch eine echte Härte darstellen, ist unbestritten. Aber was ist die Alternative? Verhältnisse wie in Brasilien, USA oder Schweden? Hier wird die Notwendigkeit von Schutzmaßnahmen abgestritten. Dafür steigen dort die Infektionszahlen und Todesopfer in Verbindung mit dem Corona-Virus deutlich stärker als in Ländern mit immer noch geltenden Einschränkungen. Es tut mir leid, aber das ist für uns keine Alternative. Wir nehmen lieber ein paar Einschränkungen in Kauf als das Risiko einzugehen, dass die Pandemie doch noch außer Kontrolle gerät. Und was Ihre Einschätzung zur Maskenpflicht in Läden betrifft: Wir haben unseren Stammsupermarkt gewechselt, weil dort die Maskenpflicht nicht mehr "gelebt" wird. Keine Maske zu tragen oder die Maske unter der Nase zu tragen, hilft nicht wirklich weiter. Wenn die Maskenpflicht fallen sollte, wäre das für uns ein Grund, mehr im Internet als vor Ort zu kaufen. Würde das dem Einzelhandel in GD und anderswo weiterhelfen? Das Virus ist da und wir müssen versuchen, damit umzugehen. Alles was hilft, das Virus einzudämmen, ist sinnvoll. Und da auf Eigenverantwortung leider nicht gesetzt werden kann, helfen nur strikte Vorgaben.

Arntrud, Wilhelm Lorch

Schairer

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