Lesermeinung

Zum Artikel "Was die Räte zum Albaufstieg sagen" vom 8. August:

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Liebe Aalener Räte, interessiert euch eigentlich, was die Unterkochener Bürger wollen? Offenbar überhaupt nicht. Gebetsmühlenartig wird immer wieder von der Entlastung im bebauten Bereich (und nur in diesem knapp 200 Meter kurzen Stück) durch die Tunnellösung mit Deckel geredet.

Liebe Aalener Räte, interessiert euch eigentlich, was die Unterkochener Bürger wollen? Offenbar überhaupt nicht. Gebetsmühlenartig wird immer wieder von der Entlastung im bebauten Bereich (und nur in diesem knapp 200 Meter kurzen Stück) durch die Tunnellösung mit Deckel geredet. Vom ständig und weiterhin zunehmenden Verkehr durch Unterkochen ist gar nicht mehr die Rede.

Unterkochen besteht nicht nur aus diesem kurzen Bereich, sondern in Richtung Aalen kommen noch fast zwei Kilometer dazu und diese Anwohner sind genauso belastet, weil ein guter Teil des Verkehrs auch in diese Richtung fährt und auch aus Aalen kommt. Also lasst endlich diese Augenwischerei, die nur für wachsendes Unverständnis in Unterkochen sorgt.

Vergesst einfach den Ausbau des Albaufstiegs, wir Unterkochener können gut und gerne darauf verzichten. Und wenn diese Maßnahme aus dem Bundesverkehrswegeplan wieder rausgenommen wird, was soll's? Etliche Millionen gespart, die den Unterkochenern, außer noch mehr Verkehr, nichts bringt.

Die Pulverturmtrasse ist ebenfalls nur Augenwischerei. Denn wenn der Albaufstieg durch Unterkochen erst gebaut ist, dann verschwindet die Pulverturmtrasse wieder ganz schnell in der Versenkung. Wenn ich mir die mögliche Streckenführung in der Grafik ansehe, frage ich mich, wer den Zickzackkurs mit etlichen zukünftigen Unfallschwerpunkten fahren soll.

Oder ihr macht tatsächlich mal Nägel mit Köpfen und baut gleich die Pulverturmtrasse und legt den bisherigen Albaufstieg still. Das wäre mal konsequent, ein "sinnvoller" Aufstieg reicht aus, und der führt definitiv nicht durch Unterkochen. Oder wir stellen alles auf Null zurück und beginnen ohne Voreingenommenheit von vorne. Da ließe sich mit Sicherheit eine für alle befriedigende Lösung finden. Man müsste nur wollen und gewisse Eigeninteressen zurückstellen. Ergebnisse und Umsetzungen aus der Diskussion um den Mobilitätspakt sind wohl erst in ferner Zukunft zu erwarten, helfen Unterkochen also auch nicht. Wenn dabei zehn Prozent weniger Verkehr rauskommen, wird es schon viel sein. Da wird nur viel Lärm um nichts gemacht.

Rolf Prim

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