Lesermeinung

Zum Artikel :" Welche Chancen sehen Biolandwirte…" vom 7. Dezember:

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Der Artikel weist in bemerkenswerter Deutlichkeit auf die gravierenden Probleme in der Landwirtschaft hin und zeigt erfreulicherweise auch gute Ansätze aus der Misere. Was M.

Der Artikel weist in bemerkenswerter Deutlichkeit auf die gravierenden Probleme in der Landwirtschaft hin und zeigt erfreulicherweise auch gute Ansätze aus der Misere.

Was M. Häring und A. Brenner zu den Weichenstellungen anführen, ist seit Jahren bekannt, auch, zu welchen Folgeproblemen dies führte und noch führt. Wann wird eigentlich den " Entscheidern" klar, dass wir uns so in eine katastrophale Situation bewegen, was Nitratwerte, Megaställe und deren Konsequenzen betrifft? Es bedarf eines Richtungswechsels, nicht nur "Symptom-doktern".

Von den EU-Geldern werden weniger als 20 Prozent für Artenschutz, Klimaschutz und Tierwohl bewilligt! Wo bleiben Blühflächen, Hecken-und Streuobstwiesen und Förderprogramme für die Unterstützung der Landwirte, die diese anlegen? Wo bleibt die Unterstützung für Landwirte, die andere pflanzliche Lebensmittel anbauen wollen?

Und schließlich muss uns Konsumenten das gute Lebensmittel einfach mehr Wert sein. Es ist doch unglaublich, wenn ca 60 Prozent der Befragten Tierwohl wichtig ist, dann aber doch die billigsten Fleischartikel gekauft werden? Wo ist da die eigene Wahrhaftigkeit, die sonst von anderen gefordert wird?

Und dann sind da noch die Discounter. Sie müssen Bereitschaft zeigen, den Erzeugern einfach mehr zu bezahlen! Und es ist doch unfassbar, wenn wie jetzt im Herbst bei einer relativ guten Kartoffelernte an erster Stelle - oder überhaupt- Kartoffeln aus Ägypten angeboten werden!

Hermann Schwab Ellwangen

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