Lesermeinung

Zum Ausbau der Brenzbahn:

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Ein doppelgleisiger Ausbau der Brenzbahn mitsamt Elektrifizierung werden als die wesentlichen Zukunftsziele im Hinblick auf nachhaltige Mobilität genannt.

Ein doppelgleisiger Ausbau der Brenzbahn mitsamt Elektrifizierung werden als die wesentlichen Zukunftsziele im Hinblick auf nachhaltige Mobilität genannt. Mich wundert, dass in diesem Zusammenhang die Elektrifizierung noch als "nachhaltige Mobilität" verstanden wird?! Sicher: Die bekannte Oberleitungstechnik ist technisch ausgereift und beherrschbar (man könnte auch sagen: ein alter Hut) – sie bleibt aber wetteranfällig und unfallträchtig.

In Niedersachsen macht die Firma Alstom seit geraumer Zeit auf sich aufmerksam: Sie entwickelt wasserstoffgetriebene Lokomotiven. Seit über zwei Jahren bewährt sich dieser "Coradia iLint" im regionalen Linienverkehr auf einer über 100 Kilometer langen Strecke zwischen Buxtehude und Cuxhaven – minus 260 Tonnen CO2 jährlich gegenüber einer Diesellok! Interessierte aus vielen Ländern informieren sich unterdessen bei Alstom.

Und dem Ostalbkreis und der Brenzbahn will man die alte Oberleitungstechnik als modern und alternativlos verkaufen?! Warum nicht erst einmal Doppelgleisigkeit, dazu wasserstoffgetriebene Züge für den Personenverkehr. Und wenn dann ein paar Jahre ins Land gegangen sind, wird sich die Wasserstofftechnik als noch ausgereifter und leistungsfähiger erweisen – und man kann viel besser sehen, ob Oberleitung und der damit verbundene immense Aufwand immer noch sinnvoll ist.

Peter Kaminski

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