Lesermeinung

Zum Bericht vom 22.09.20 über das "Fußballspiel der Nationen".

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In Zeiten von Corona sollte meines Erachtens auf Veranstaltungen dieser Art verzichtet werden und die Stadt Ellwangen sollte hier mit gutem Beispiel vorangehen.

In Zeiten von Corona sollte meines Erachtens auf Veranstaltungen dieser Art verzichtet werden und die Stadt Ellwangen sollte hier mit gutem Beispiel vorangehen. In der Bundesliga müssen die Spieler zwei Wochen in Quarantäne, um zu gewährleisten, dass nicht doch ein Coronafall dabei ist. Und hier? 44 Kicker aus 44 Nationen – bunt zusammengewürfelt – spielen gemeinsam – einfach so. 500 (!!) Zuschauer sind zugelassen. Offiziell mögen alle Hygieneauflagen erfüllt werden, aber wie oft mehren sich in letzter Zeit die Berichte von Hochzeiten, Geburtstags- und Trauerfeiern mit weniger als 500 Gästen, wo Coronainfizierte dabei waren (die es nicht wussten) und die wiederum mehrere andere Menschen angesteckt haben? Wer garantiert, dass es hier nicht genauso ist – trotz Hygienekonzept? In Zeiten, wo jeder kleine Dorfverein seine Hocketse coronabedingt absagt, sollte sich die Stadt überlegen, wie so etwas in der Bevölkerung ankommt – auch wenn OB Dambacher persönlich dahintersteht. Es bleibt ja nicht beim nur Fußballspiel allein. Die ganze Veranstaltung hat ja Festcharakter. Ob da dann Abstandsregelungen usw. eingehalten werden können? Ich habe das "Fußballspiel der Nationen" immer als tolle und gute Sache von der Stadt Ellwangen als Zeichen gegen Diskriminierung angesehen und stehe auch hinter dieser Veranstaltung. Aber in Zeiten von Corona muss und kann meines Erachtens nicht mehr alles so stattfinden.

Ursula Uhl

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