Lesermeinung

Zum erneuten Lockdown durch die Politik:

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Die Regierung zieht zum Schutz der Bürger*innen die Notbremse und fährt mit dem zweiten, coronabedingten Lockdown weite Teile des Einzelhandels gegen die Wand. Seit Jahren wird der stationäre Einzelhandel politisch im Stich gelassen.

Die Regierung zieht zum Schutz der Bürger*innen die Notbremse und fährt mit dem zweiten, coronabedingten Lockdown weite Teile des Einzelhandels gegen die Wand.

Seit Jahren wird der stationäre Einzelhandel politisch im Stich gelassen. Speziell beim Thema Onlinehandel steckt die Politik den Kopf in den Sand. Wir Einzelhändler können in einem fairen Wettbewerb mit allen Mitbewerbern auskommen und Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft. Wenn jedoch "Amazon.de" mit Firmensitz in Luxemburg praktisch keine Ertragssteuern in Deutschland zahlt, dazu seine Mitarbeiter und Kurierdienste elektronisch perfekt überwacht, dann ist der faire Wettbewerb ausgehebelt.

Der Weg aus der sozialen Marktwirtschaft wird freigemacht für eine neoliberale Weltwirtschaft zugunsten weniger Profiteure.

Ein zweiter Lockdown wäre vermeidbar gewesen. Wissenschaftler und Virologen haben frühzeitig Gefahren und Strategien aufgezeigt. Ebenso haben die Hygienekonzepte der Gastronomie und des Einzelhandels gegriffen. Weder Restaurants noch Läden waren Pandemietreiber.

Für lebendige und funktionierende Innenstädte mit inhaber- und familiengeführten Fachgeschäften, die Gewerbesteuer zahlen und die Infrastruktur damit finanzieren, ist es nun fünf vor zwölf. Und auch ein Jeff Bezos wäre zum Schutz aller mit politischem Willen zu regulieren– bevor er zu einem Handelsdiktator aufsteigt. Die Zeit für schöne, leere Worte ist vorbei. Die Politik muss handeln.

Hüttlingen und Ellwangen

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