Lesermeinung

Zum "Guten Morgen – wir lassen die Haare wachsen", SchwäPo vom 20. Januar:

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Ich war jetzt auch vor etwa zehn Wochen das letzte Mal beim Friseur und finde die Ungleichbehandlung zunehmend zum Haareraufen. Wenn doch die Friseure alle geschlossen haben, wie kommen dann die Sportler, Talkshowteilnehmer und Moderatoren zu ihren gut sitzenden und längenoptimierten Frisuren?

Ich war jetzt auch vor etwa zehn Wochen das letzte Mal beim Friseur und finde die Ungleichbehandlung zunehmend zum Haareraufen. Wenn doch die Friseure alle geschlossen haben, wie kommen dann die Sportler, Talkshowteilnehmer und Moderatoren zu ihren gut sitzenden und längenoptimierten Frisuren? Während Spitzensportler, Moderatoren und Politiker, wie frisch aus der Wellnessoase entlaufen, ihre Köpfe in die Kameras strecken, traue ich mich fast nur noch bei Dunkelheit aus dem Haus. Was zunehmend schwieriger wird, wenn die nächtliche Ausgangssperre noch länger anhält und es morgens immer früher hell und abends immer später dunkel wird. Wobei die extreme Nachtaktivität des Virus noch zu belegen wäre. Die Ausgangssperre kann ja nur darin ihre plausible Begründung haben. Warum das Virus allerdings in Bayern erst eine Stunde später infektiöser wird, kann mit der englischen oder afrikanischen Mutation sicherlich nicht glaubwürdig erklärt werden, oder? (...) Profisportler dürfen weiterhin Gruppenkuscheln ohne Maske auf dem Rasen und in anderen Sportstätten betreiben, während der Normalo schon auf dem weitläufigen Supermarktparkplatz eine FFP2-Maske tragen soll. Ich hätte da mal einen Vorschlag zur Güte: Könnte man nicht abwechselnd die erlaubten Öffnungszeiten von Wein- und Spirituosengeschäften mit den derzeit nicht erlaubten Öffnungen von Cafés und Bistros tauschen? Oder könnte man sich nur 14-tägig zum erlaubten Gottesdienst versammeln und stattdessen alle zwei Wochen mal ein Kino oder Theater wieder öffnen. Beide Einrichtungen sollen laut Expertenmeinung gleichermaßen zum Seelenheil beitragen. Natürlich nur unter den erforderlichen Hygiene- und Abstandsregeln (...). (...) Vielleicht wäre das eine Aufgabe für unsere Kommunalpolitiker, von denen der ein oder andere bestimmt die SchwäPo liest, ein paar andere Meinungen zuzulassen und zu diskutieren, ohne dass man als rechtsradikal, querdenkend oder esoterischer Spinner bezeichnet wird.

Bopfingen

Lorenz Eisenmann

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