Lesermeinung

Zum Leserbrief "Schulschwänzer finden Gehör", SchwäPo vom 18. November:

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Also, wenn ich vor die Wahl gestellt würde, mich entweder als "Schulschwänzer" oder als "CO2-Leugner" diffamieren zu lassen: Der weitaus unangenehmere wäre mir der CO2-Leugner (wir haben gerade einen in USA, der seine deutliche Quittung bekommen hat!) Mit dem Schulschwänzer könnte ich bedeutend besser leben:

Also, wenn ich vor die Wahl gestellt würde, mich entweder als "Schulschwänzer" oder als "CO2-Leugner" diffamieren zu lassen: Der weitaus unangenehmere wäre mir der CO2-Leugner (wir haben gerade einen in USA, der seine deutliche Quittung bekommen hat!)

Mit dem Schulschwänzer könnte ich bedeutend besser leben: Erst mal ist die Schulschwänzerei spätestens mit der Schulzeit zu Ende, zum anderen war sie – gegenüber dem vermiedenen Unterricht – oft mit deutlichem Lustgewinn verbunden (ich meine natürlich Fußball oder so …)

Wenn uns schon ein 16-jähriges Mädchen mit Fug und Recht ins Gewissen reden kann, dass es so nicht weitergehen darf, dann sollte das doch unsere Generation, die jetzt an der Macht ist und unsere Geschicke lenken soll, aufrütteln, zum Nachdenken, Umdenken und Anders-Tun anregen.

Ein "Weiter so", wie die oben genannte Lesermeinung das ganz offensichtlich zum Ausdruck bringt, kann da wohl nicht der richtige Weg und die richtige Einstellung sein.

"… Hofhaltung im Kanzleramt in 90 Minuten Greta-Gespräch …": Wenn man annehmen darf, dass unser Kanzleramt so etwas wie ein Betrieb ist und eine normale 40-Stunden-Woche hat, also auf runde 2000 theoretische Arbeitsstunden im Jahr kommt, frage ich mich, wer da in den verbleibenden 1998,5 Stunden auf der Matte steht und seine (Lobby)-Wünsche vorträgt? Ob die alle so redlich sind wie Gretas Anliegen, wage ich zu bezweifeln.

An dieser Stelle von unangemessener Hofhaltung mit Schulschwänzern zu reden …?! Ich bin mir sicher, dass da mindestens die Grenze zur Boshaftigkeit schon deutlich überschritten ist.

Aber eins ist richtig gut: dass es in unserem Land Meinungsfreiheit gibt. Und dass wir eine Lokalzeitung haben, die sich nicht zu schade ist, auch etwas abseitigen Meinungen Raum zu geben. Da sage ich herzlichen Dank und wünsche ein "Weiter so"!

Peter Kaminski

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