Lesermeinung

Zum Leserbrief von Siegfried Welt:

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Was meint Mann eigentlich mit der flachen Formulierung vom "ältesten Gewerbe der Welt"? Mit dieser lapidaren Zuschreibung werden die gesellschaftlichen, sozialen, rechtlichen und vor allem wirtschaftlichen Faktoren ignoriert und verfälschen diese auf impertinente und infame Weise zu einer naturgegebenen und damit nicht zu verändernden Realität, damit sie Männern in den Kram passen.

Warum wagen es Männer immer noch, Frauenkörper zu benutzen?

Was meint Mann eigentlich mit der flachen Formulierung vom "ältesten Gewerbe der Welt"? Mit dieser lapidaren Zuschreibung werden die gesellschaftlichen, sozialen, rechtlichen und vor allem wirtschaftlichen Faktoren ignoriert und verfälschen diese auf impertinente und infame Weise zu einer naturgegebenen und damit nicht zu verändernden Realität, damit sie Männern in den Kram passen.

Warum wagen es Männer immer noch, Frauenkörper zu benutzen? An einem Frauenkörper hängt ein Mensch mit Empfindungen, mit Würde, mit Gefühlen. Und Männer meinen, mit schäbigem Geld dies ignorieren und wegkaufen zu können?

Jeder Mann, der eine Frau kauft, soll sich im Detail vorstellen, wie dies seine Mutter, Frau oder Tochter mit einem anderen Freier tun müsste. Aua. Ja, das tut mal richtig weh. Diese Vorstellung soll den Freier auf ewig begleiten! Aber bei einer Prostituierten scheint das völlig egal zu sein, Mann zahlt ja dafür.

Der Schreiber wagt es in seinem Leserbrief tatsächlich, ein Stück Brot mit einem Stück Frau zu vergleichen. Was geht in so jemandem bloß vor? Ignoranz ist zwar kein Gewerbe, aber eine der ältesten Eigenschaften von Männern.

Petra Kurz-Ottenwälder

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