Lesermeinung

Zum SchwäPo-Artikel "Corona: Kritik an Aussage Rentschlers" vom 30. Januar:

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In Anbetracht einer gespaltenen Gesellschaft durch Corona möchte ich den Gemeinderat im Vorfeld der anstehenden OB-Wahl ermahnen nicht mit, sondern trotz Corona Wahlkampf zu betreiben.

In Anbetracht einer gespaltenen Gesellschaft durch Corona möchte ich den Gemeinderat im Vorfeld der anstehenden OB-Wahl ermahnen nicht mit, sondern trotz Corona Wahlkampf zu betreiben. Spalten Sie nicht den Gemeinderat! Seit dem Jahr 2010 bin ich Stadtführer im Gewand des Nachtwächters; mir blutet das Herz, wenn ich die Aalener Gastwirte sehe, die seit vergangenem November geschlossen haben.

Im Vorfeld der OB-Wahl möchte ich zudem erneut eine vor der Coronakrise von mir getätigte Aussage bekräftigen. Die meisten Innenstädte leiden an zu vielen Filialisten. Manche werden die kommende Wirtschaftskrise nicht überleben. Der Gemeinderat könnte sich als Wahlkampfthema in Kooperation mit der Stadtverwaltung überlegen, wie ein tragfähiges Konzept für die Ansiedlung bzw. der Standortsicherung von Fachgeschäften aussehen könnte. Ich unterstütze die Initiative der 35 Baden-Württemberger (Ober)-Bürgermeister dabei voll und ganz. (...).

Und als gelernter Sozialpädagoge kann ich nur mit Nachdruck auf die sozialen und psychischen Schäden bei den nachfolgenden Generationen hinweisen. Bei der Arbeit habe ich vermehrt mit Grundschulkindern zu tun, die seit dem erneuten Lockdown unter häuslicher Gewalt leiden. So schlimm es sein mag, wenn ein 89-jähriger multimorbid-Vorerkrankter nun mit Corona stirbt. Unsere Zukunft sind die Kinder und Jugendlichen! Kinder, die einmal den Risikogruppen die Rente sichern, und das mit versagten Bildungschancen nicht mehr können. Das sollten die Rufer nach noch mehr Einschränkungen und Schließungen einmal bedenken.

Fabian Greif

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