Lesermeinung

Zum SchwäPo-Artikel "Mobilitätspakt kommt in Bewegung" vom 28. Mai:

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Peter Traub (Freie Wähler) sprach sich für den Ausbau der Ebnater Steige aus. Die Hauptverkehrsachsen seien zeitweise an ihrer Belastungsgrenze. "Es macht keinen Sinn, ein totes Pferd der Variante 6f noch toter zu reiten", sagte er in Bezug auf eine alternative Trassenführung. Auch wenn ich mich hier wiederhole, ich kann es langsam nicht mehr hören.

Peter Traub (Freie Wähler) sprach sich für den Ausbau der Ebnater Steige aus. Die Hauptverkehrsachsen seien zeitweise an ihrer Belastungsgrenze. "Es macht keinen Sinn, ein totes Pferd der Variante 6f noch toter zu reiten", sagte er in Bezug auf eine alternative Trassenführung.

Auch wenn ich mich hier wiederhole, ich kann es langsam nicht mehr hören. Uns wird Kirchturmdenken vorgeworfen, ich sehe es genau andersrum. Wir sollen uns offenbar gottergeben in unser Schicksal finden und dankbar den immer größer werdenden Verkehr mit offenen Armen empfangen und endlich still sein. Der Ausbau der Ebnater Steige wird immer mehr Verkehr durch Unterkochen führen. Auch der vierspurige Ausbau der B29 wird sich in zusätzlichem Verkehr durch Unterkochen niederschlagen.

Eine ergebnisoffene Diskussion zum Mobilitätspakt, die den Albaufstieg beinhaltet, darf sich keiner Variante verschließen. Die Besitzverhältnisse haben sich, wenn ich mich nicht irre, in den letzten Jahrzehnten geändert. Das immer wieder gerne angeführte FFH-Gebiet als Ausschlusskriterium wird bei dieser Variante auf vielleicht knapp 100 Metern Länge durchschnitten, bei der Pulverturmtrasse um über einen Kilometer. Und das soll dann einfacher zu genehmigen und realisieren sein?

Ein Rückbau der Ebnater Steige bei der Aufstiegsvariante 6f würde die 100 Meter mehr als kompensieren. Wer es immer noch nicht verstanden hat: Ein Ausbau des Albaufstiegs durch Unterkochen ist keine Umgehung wie es die Ebnater bekommen. Jedes einzelne Kraftfahrzeug zusätzlich fährt mitten durch Unterkochen. Das will offenbar niemand wirklich zur Kenntnis nehmen. Für die Windkraftanlagen am Rodstein wurden die Wege mitten im FFH-Gebiet ohne großes Aufsehen ausgebaut, für eine Entlastung von Unterkochen gibt es leider keine Lobby. Es darf nur einen Aufstieg geben – und der darf nicht mitten durch Unterkochen führen.

Rolf Prim

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