Lesermeinung

Zum Thema Härtsfeldtrasse und zum Leserbeitrag von Klaus-Dieter Rossow:

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Ja, Sie haben Recht mit der Frage: Warum kann es im schwäbischen Unterkochen nicht gelingen, dass Radler und Fußgänger einen Weg gemeinsam nutzen? Leider wird der Zweifel an der Menschheit und ihrer Toleranzfähigkeit durch den steigenden Egoismus täglich größer.

Ja, Sie haben Recht mit der Frage: Warum kann es im schwäbischen Unterkochen nicht gelingen, dass Radler und Fußgänger einen Weg gemeinsam nutzen? Leider wird der Zweifel an der Menschheit und ihrer Toleranzfähigkeit durch den steigenden Egoismus täglich größer. Beispielhaft ist die Situation und der Umgang mit der Corona- Pandemie. Trotz steigender Infektionszahlen im In- und Ausland werden die Abstandsregeln und die Maskenpflicht, auf Versammlungen und bei Parties von vielen Menschen ignoriert. Dieses rücksichtslose Verhalten "von Minderheiten" (!) ist der eigentliche "Virus", der sich in der Gesellschaft zunehmend bemerkbar macht. Über das Warum kann sich jeder selber seine Gedanken machen. Warum es zum Beispiel bei der Härtsfeldtrasse und an ähnlichen Strecken auch nicht funktionieren wird – ist genau diesem "Ego-Virus" geschuldet. Da helfen auch nicht Vergleiche mit dem Drauweg in Österreich. Sind auf diesen Wegen auch noch Familien mit Kindern, ältere Menschen und Hunden zu sehen? Wahrscheinlich hat sich die Mehrheit auf diesen gefährlichen Wegen schon resigniert zurückgezogen. Appelle und Hinweise für ein rücksichtsvolles und tolerantes Miteinander lesen sich schön – die Realität ist leider, leider anders. Sollte es tatsächlich ohne Egoismus und Gefahr auf diesen (nicht vergleichbaren!) Wegen funktionieren, so teilen Sie das "außergewöhnliche, tolerante Rezept" dafür doch bitte allen Beteiligten, allen Leserinnen und Lesern mit! Sollte aber ein etwaiger Probebetrieb auf der Härtsfeldtrasse nicht funktionieren, beziehungsweise, sollten Menschen zu Schaden kommen, überlegen wir uns gemeinsam, wer schon immer dagegen war.

Peter Schlaak Essingen

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