Lesermeinung

Zum Thema Merkel und die CDU

  • Weitere
    schließen

Dass die Umfragewerte von CDU und CSU rasant in den Keller rutschen, liegt nicht allein am Maskenskandal, sondern auch am Corona-Missmanagement der Bundesregierung.

Dass die Umfragewerte von CDU und CSU rasant in den Keller rutschen, liegt nicht allein am Maskenskandal, sondern auch am Corona-Missmanagement der Bundesregierung. Die der Bundeskanzlerin (...) entgegengebrachte Sympathie schlug um in Empathie. Frau Merkel, merklich physisch wie psychisch in Mitleidenschaft gezogen, ist die Kontrolle über das Infektionsgeschehen abhanden gekommen. Die (...) Taktik des Abwartens, Hinhaltens und Aussitzens, greift in der Coronakrise nicht mehr, mit der Folge, dass ihre Richtlinienkompetenz und die Kabinettsdisziplin weiter zerbröseln, und dies auf Kosten ihres Standings.

Mehr denn je sind in Zeiten wie diesen Führungspersönlichkeiten gefragt mit der Standfestigkeit und Durchsetzungsfähigkeit eines Helmut Schmidt, dem ein taktisch wie diplomatisch versierter Staatsminister namens Hans-Jürgen Wischnewski zur Seite stand. Beide beherrschten die Klaviatur professionellen Krisenmanagements wie kein anderer, wie die Herausforderung durch die RAF und die Mogadischu-Krise bewiesen.

Wann stellt sich für Frau Merkel (...) die Vertrauensfrage? Macht sie den Weg frei für vorgezogene Neuwahlen, und wenn: wer soll ihre Nachfolge antreten? Etwa ihr loyaler Gefolgsmann Armin Laschet? Gott bewahre! Lusche Laschet eignet sich bestenfalls für den Posten des Aachener Karnevalspräsidenten.

Oder doch der ausgebootete und totgesagte Friedrich Merz? Vielleicht würde er einen Modernisierungsschub herbeiführen und einen Schlussstrich ziehen unter die Ära des Merkelismus.

Oder Markus Söder? Dieser müsste allerdings ein Großreinemachen seiner Partei auf die Agenda setzen und den Amigo-Sumpf trockenlegen. Das (...) System, geprägt von Korruption, Nepotismus, Spezlwirtschaft und (...) Nebentätigkeiten, zieht sich wie ein roter Faden (...) bis in die Gegenwart (...). Sollten die Unionsparteien sich nicht (...) neu aufstellen (...), droht ihnen ein ähnliches Schicksal wie der (...) italienischen Demokrazia Christiana.

Dr. Kurt-Helmut Scheidle

Zurück zur Übersicht: Leserbriefe

WEITERE ARTIKEL