Müllsparer werden bestraft

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Der Ostalbkreis hebt die Gebühren für Müllsparsäcke ab dem kommenden Jahr deutlich an. Mit der Begründung, dass man Wildablagerung vermeiden wolle.

Der Ostalbkreis hebt die Gebühren für Müllsparsäcke ab dem kommenden Jahr deutlich an. Mit der Begründung, dass man Wildablagerung vermeiden wolle. Doch vermeidet man diese damit wirklich? Ich glaube nicht, denn wer bislang seinen Müll wild entsorgte, wird sich auch weiterhin wenig um die Ordnung scheren. Was die Änderung aber wirklich bedeutet: erhöhte Einnahmen in den Kassen des Landkreises und gleichzeitig die Bestrafung des Müllsparers. Das vordringliche Ziel sollte nämlich eigentlich sein, Müll gar nicht erst zu produzieren. Diese Anreize werden nun genommen. Mit der Berechnung der Mindestanzahl an Leerungen fordert man die Bevölkerung sogar noch dazu auf, schön viel Abfall zu erzeugen, damit es sich auch lohnt, die Mülltonne an die Straße zu stellen. Sicherlich ist eine Zwangsabnahme der 60-Liter-Tonne für einen Acht-Personen-Haushalt noch halbwegs nachvollziehbar, doch als Zwei- oder Drei-Personenhaushalt kann man mit sauberer Mülltrennung locker mit den Müllsparsäcken (...) zurechtkommen – das weiß ich aus eigener Erfahrung. Und mit der jetzt schon hohen Grundgebühr wird man also Müllsparer schon jetzt deutlich ermahnt, oder vielleicht auch einfach nur abkassiert.

Florian Gärtner, Mögglingen

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