Lesermeinung

Zum Thema Öffnung der Schättere-Trasse für Radfahrer:

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Am Donnerstag, 9. Juli, werden im Ausschuss des Aalener Gemeinderats die Weichen gestellt, ob der Schätterefußweg für den Radverkehr versuchsweise geöffnet werden soll.

Am Donnerstag, 9. Juli, werden im Ausschuss des Aalener Gemeinderats die Weichen gestellt, ob der Schätterefußweg für den Radverkehr versuchsweise geöffnet werden soll. Und das trotz der berechtigten Sicherheitsbedenken des Unterkochener Ortschaftsrates.

Die Wegbreite entspricht nicht den Vorschriften für gemeinsame Nutzung in beide Richtungen von Radfahrern und Fußgängern. Zum Beispiel liegt sie ab dem Viadukt teilweise bei nur 1,20 Metern. Damit nimmt die Stadt Unfallrisiken für Menschen sowie Plattfahren und -trampeln von geschützter Natur durch Ausweichmanöver in Kauf.

Da die Geländerhöhe am Viadukt für die Radnutzung zu niedrig ist, müsste sie erhöht werden. Wird von der Stadt ein möglicher Absturz riskiert, ohne die erforderliche Erhöhung? Und nach dem Versuch – wenn dauerhaft Radverkehr erlaubt werden sollte – wird dann das denkmalgeschützte Viadukt durch einen Geländeraufsatz zerstört?

Zurück zu meiner Frage. Die Bundesanstalt für Bauwesen erlässt nicht ohne Grund bindende Richtlinien in der ZTV-ING eben auch über Geländerhöhen. Machen sich also die Gemeinderatsmitglieder und die Stadtverwaltung bei wissentlicher Missachtung strafbar?

Sicher ist, dass bei einem (hoffentlich nie eintretenden) tödlichen Absturz die daraus erfolgenden Regressansprüche auf sie und mich als Steuerzahler kostenmäßig verteilt werden.

Reinhard Schmidt

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