"Auf Arbeit" ist alles erlaubt

Zum Thema Prostitution in Corona-Zeiten:

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Ist es nicht schön zu sehen, wie sich die Politik in Baden-Württemberg um jeden wie auch immer gearteten "Wirtschaftsbetrieb" kümmert? Bordelle dürfen seit letzter Woche wieder öffnen.

Ist es nicht schön zu sehen, wie sich die Politik in Baden-Württemberg um jeden wie auch immer gearteten "Wirtschaftsbetrieb" kümmert? Bordelle dürfen seit letzter Woche wieder öffnen. Selbstverständlich unter schärfsten und penibel einzuhaltenden Sicherheits- und Hygienevorkehrungen. Krgssk dkfaskfkaöm. Sorry, habe vor lauter Lachen die Tasten nicht richtig getroffen. Also wenn ich es richtig verstehe, heißt das gemäß Maßnahmenkatalog ab dem 19. Oktober: Wenn beim Sex Geld erwirtschaftet wird, geht das in Ordnung, aber wenn im privaten Bereich Sex in Form eines – nennen wir es mal "flotten Dreiers" – aus mehr als zwei Hausständen – stattfindet, ist das verboten. Also kann man daraus doch folgern: "Auf Arbeit", egal ob im Büro, in der Montagehalle, auf der Fahrt zur Baustelle, an der Supermarktkasse oder halt auch im Bordell, da ist alles erlaubt – hauptsache der Rubel rollt – und die viel zitierten Corona-Regeln gelten nicht. Sobald man aber vom Arbeits- in den Freizeitmodus wechselt, ist quasi alles verboten.

Ulrike Bulling, Lorch

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