Lesermeinung

Zum Thema "Radfahren im Tannenwäldle":

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Sie würden herumrasen, die Natur zerstören, Waldtiere verscheuchen, und gegen das Gesetz verstoßen. Im Namen des BUND kriminalisieren Herr Rieger und Frau Widmann Kinder und Jugendliche, die im Tannenwäldle radfahren.

Sie würden herumrasen, die Natur zerstören, Waldtiere verscheuchen, und gegen das Gesetz verstoßen. Im Namen des BUND kriminalisieren Herr Rieger und Frau Widmann Kinder und Jugendliche, die im Tannenwäldle radfahren. Das Tannenwäldle ist schon seit mindestens 30 Jahren ein Wald- und Abenteuerspielplatz, auf dem gespielt, gebuddelt, Lager gebaut und auch Rad gefahren wird. Die Kleinen fahren auf den flachen Passagen, die Großen über die großen Wellen, und die ganz Verwegenen haben sich ein paar Schanzen gebaut.

Diese Bahnen verlaufen auf einer Fläche von ungefähr zehn Prozent des gesamten Tannenwäldles. In diesem Zusammenhang von einer Vernichtung der Natur zu sprechen ist hanebüchen. Auf dem nur 100 Meter breiten Waldstreifen zwischen Schützenhaus und Ziegelstraße leben keine Rehe, und die Vögel gehen völlig unbeeindruckt von dem Treiben der Kinder ihrer Beschäftigung nach.

Eine Eskalation durch übertriebene und falsche Behauptungen hilft hier nicht weiter – Verbote auch nicht, wenn es keine Alternative gibt.

Freuen wir uns doch, dass unseren Kindern, die von uns wirklich ernsthafte Umweltprobleme erben, eine so tolle Möglichkeit zur Verfügung steht. Dass sie staubig und mit ein paar Kratzern, aber glücklich, nach Hause kommen. Dass sie lernen, wie schön es draußen in der Natur ist, anstatt an einem Computer zu sitzen.

Das sollte doch auch im Interesse des BUND liegen. Die Kinder brauchen genauso ein Naherholungsgebiet wie die Erwachsenen. Warum kennzeichnet man nicht einfach 90 Prozent des Tannenwäldles als radfreie Zone, und gibt die 10 Prozent für Radler frei?

Lauric Weber

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