Lesermeinung

Zum Thema "Schättere":

  • Weitere
    schließen

Die Sitzung des AUST wurde anstelle einer vernünftigen Entscheidung zugunsten aller Bürger zu einer peinlichen Stunde der Tricks und einer abgekarteten Überrumpelungstaktik, sahen sich doch die meisten Abgeordneten mit einer urplötzlich geänderten Sitzungsvorlage konfrontiert. Das Ergebnis:

Die Sitzung des AUST wurde anstelle einer vernünftigen Entscheidung zugunsten aller Bürger zu einer peinlichen Stunde der Tricks und einer abgekarteten Überrumpelungstaktik, sahen sich doch die meisten Abgeordneten mit einer urplötzlich geänderten Sitzungsvorlage konfrontiert.

Das Ergebnis: Ein Vorschlag der CDU zur Freigabe der Schättere für Radverkehr erreichte eine knappe Mehrheit, so als habe es keinen jahrelangen und von vielen Bürgern getragenen Protest gegen genau solch eine Maßnahme gegeben. Es gibt nun einmal viele Menschen, die die schöne Umgebung ungestört zu Fuß erleben und nicht auch noch den letzten Winkel intakter Natur mit dem Rad befahren wollen.

Einseitig wurden aber die Interessen der Fahrrad-Lobby bedient. Mit dem zusätzlichen Beschluss, den Grüßgottweg zu verbreitern, wurde zudem gegen geltendes EU-Recht verstoßen, das in der FFH-Richtlinie ein "Verschlechterungsverbot" enthält.

Einzig Frau Klink von den Linken brachte das wichtige Argument des Natur-und Artenschutzes in diesem wertvollen FFH-Gebiet zur Sprache. Wer bis zum 8. Oktober geglaubt hatte, die Grünen hätten etwas mit Natur und deren Schutz zu tun, wurde jäh enttäuscht. Es waren ausgerechnet Teile der Grünen, die dem CDU-Vorschlag zur knappen Mehrheit verhalfen. Grün und bürgernah war an dem Beschluss des Ausschusses gar nichts. Er ist eine Entscheidung gegen die Interessen vieler Menschen und gegen die Natur, was so nicht hingenommen werden kann.

Dr. Helmut Haas Aalen-Unterkochen

Zurück zur Übersicht: Leserbriefe

WEITERE ARTIKEL