Lesermeinung

Zum Thema "Schulschwänzer finden Gehör":

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Bis vor wenigen Wochen konnte ich mir nicht vorstellen, dass die Bundesregierung sich von Schulschwänzern beraten lässt. Am 20. August hatte die Bundeskanzlerin Greta, Ikone der Schulschwänzer, und Luisa, neureiche Antreiberin der Unterrichtsverweigerer im Kanzleramt zu einem 90-minütigen Gespräch eingeladen; zielgerichtet vor dem Regierungsbeschluss, eine CO2-Steuer gesetzlich vorzuschreiben.

Bis vor wenigen Wochen konnte ich mir nicht vorstellen, dass die Bundesregierung sich von Schulschwänzern beraten lässt. Am 20. August hatte die Bundeskanzlerin Greta, Ikone der Schulschwänzer, und Luisa, neureiche Antreiberin der Unterrichtsverweigerer im Kanzleramt zu einem 90-minütigen Gespräch eingeladen; zielgerichtet vor dem Regierungsbeschluss, eine CO2-Steuer gesetzlich vorzuschreiben. Begründet wird diese Steuer mit Klimaschutz, obwohl die behauptete ausschließlich durch CO2 verursachte Erwärmung der Atmosphäre nie wissenschaftlich bewiesen wurde. Die CO2-Steuer kann Klima nicht beeinflussen; sie verteuert alles.

Bei dieser Hofhaltung der Regierung erinnere ich mich an die Jugendlichen, die ich begleiten durfte. Das sind heute Handwerker, Landwirte, Facharbeiter in der Industrie, Fachverkäuferinnen, Selbstständige, Ingenieure, die ihre Laufbahn in praktischen Ausbildungsberufen begannen; sie leiten Meisterbetriebe.

Einige engagieren sich in Parteien und wirken im demokratischen Prozess als Gemeinderäte mit. Mit ihrer Arbeit versorgen sie ihre Familien, ermöglichen ihren Kindern ein Weiterkommen, tragen durch Steuern das Gemeinwesen. Einige sind Großeltern, sorgen sich um die Zukunft ihrer Enkel eingedenk der Erfahrung: Arbeit ist Voraussetzung für den Erhalt des Wohlstandes, für die Familie und für das Staatswesen.

Alles hängt zusammen mit einer sicheren und günstigen Energieversorgung. Wird die Energie verteuert, geht das zulasten sicher geglaubter Arbeitsplätze.

Wenn den Unternehmern vorgeführt wird, dass in diesem Land Schulschwänzer die Vorgaben für die Gesetzgebung machen und die nicht mehr gehört werden, die durch ihre Arbeit das Gemeinwesen erhalten, liegt es nahe, dass Betriebe hier ihren Standort aufgeben und dort wirtschaftlich produzieren, wo sie nicht dauernd gegängelt werden.

Guido Wekemann

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