Lesermeinung

Zum Thema "Wilde Müllablagerungen":

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Eine Radtour vor einigen Wochen über Ostalb/Härtsfeld, schöne Eindrücke, aber leider auch Folgendes: Eine Bank am Albrand, davor ca. 120 Zigarettenkippen, der Mülleimer – ein Meter daneben; eine Bank mit Blick aufs Albvorland, drumherum ca.

Eine Radtour vor einigen Wochen über Ostalb/Härtsfeld, schöne Eindrücke, aber leider auch Folgendes: Eine Bank am Albrand, davor ca. 120 Zigarettenkippen, der Mülleimer – ein Meter daneben; eine Bank mit Blick aufs Albvorland, drumherum ca. 50 Kronkorken, der Mülleimer – ein Meter daneben. Zwei Kilometer Bundesstraße, garniert am Rand mit etwa 30 Alkoholikaflaschen; dabei ein Wanderparkplatz mit zerrissenen Müllsäcken samt Inhalt in den Schlehenhecken – alles Orte, die auch mit dem Auto erreichbar sind und darum wohl noch schamloser für die Vermüllung/private Müllentsorgung missbraucht werden. Seit Jahren versuche ich in meiner Freizeit, diese Hinterlassenschaften immer mal wieder da und dort abzusammeln, bin auch seit einigen Monaten als Müllpate bei der GOA – und manchmal ganz schön gefrustet, weil es meist keinen einzigen Tag vorhält, bis erneut was im Graben oder Gebüsch liegt. (...). Und dieser Müll fliegt ja nicht aus Versehen in die Landschaft, (...), sondern mit purer Absicht und Rücksichtslosigkeit von Zeitgenossen, die anscheinend reif für den Führerschein sind, aber noch nicht "stubenrein" für die Umwelt. (...). Was nützen Strafen z. B. für weggeworfene Kippen, wenn sie kaum verhängt werden? Standorte von Recycling-Containern werden bei der üblichen Vermüllung anscheinend lieber aufgegeben statt die Überwachung mal konsequent durchzusetzen. (...). Da plädiere ich bei aller bekannten Problematik doch für die eine oder andere Kamera (...) – und wer erwischt wird, könnte beim Säubern der Landschaft helfen, aber bitte dann nicht nach Stunden, sondern nach abgearbeiteter Fläche. Vielleicht würde dann auch etwas Umdenken einsetzen. Dass darüber hinaus generell Müllvermeidung, industrielles Umschwenken auf nachhaltigere Verpackungsarten, etc. ebenso nötige Aufgaben sind, versteht sich dabei wohl von selbst.

Thomas Rabus, Heubach

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