Lesermeinung

Zum Wahlkampfslogan der Grünen:

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Die baden-württembergischen Grünen taten gut daran, ihre Wahlkampfplakate mit dem Slogan "Grün für Kretschmann" zu versehen. So rücken sie bewusst ihr Zugpferd Winfried Kretschmann und weniger eine diffuse politische Message in den Fokus.

Die baden-württembergischen Grünen taten gut daran, ihre Wahlkampfplakate mit dem Slogan "Grün für Kretschmann" zu versehen. So rücken sie bewusst ihr Zugpferd Winfried Kretschmann und weniger eine diffuse politische Message in den Fokus. Als Realpolitiker mit dem sicheren Instinkt für das politisch Machbare verkörpert er par excellence genau das, was vor etwas mehr als 2000 Jahren der Römer Cicero, Staatsmann und Staatstheoretiker in einer Person, postulierte, nämlich das staatsmännische Prinzip der moderatio und modestia, das heißt Augenmaß und Besonnenheit. Der Pragmatiker Kretschmann, der eine tragfähige Symbiose von Ökologie und Ökonomie auf sein Panier geschrieben hat, unterscheidet sich grundlegend vom rigiden Ökofundamentalismus und den schwärmerischen Phantastereien utopischer Weltverbesserer und verkappter linker Kathedersozialisten (...). Mit seinem integren Führungsstil und seinem reichen Fundus an staatsmännischen Ressourcen ist er mit seinem landesväterlichen Charisma, um nochmals Cicero zu bemühen, ein veritabler pater patriae. Seine Kontrahentin, ihres Zeichens eine promovierte Germanistin des Oettinger- beziehungsweise Mappus-Clans, kann ihm jedenfalls in keiner Hinsicht das Wasser reichen.

Dr. Kurt-Helmut Scheidle

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