Lesermeinung

Zur Corona-Politik:

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Nicht nur bei der aktuellen Vakzinierungspraxis, was jedenfalls Priorisierung und Sequenzierung angeht, macht die Politik eine wenig glückliche Figur.

Nicht nur bei der aktuellen Vakzinierungspraxis, was jedenfalls Priorisierung und Sequenzierung angeht, macht die Politik eine wenig glückliche Figur. So sind mit Blick auf die von der Landesregierung angedachten sukzessiven Lockerungen und Öffnungsperspektiven die Präferenzkategorien alles andere als überzeugend und transparent. So sollen Blumenläden und Gartencenter bevorzugt werden, während andere, weitaus wichtigere Sparten des Einzelhandels und Dienstleistungssektors wie Friseursalons und Massagepraxen weiterhin stiefmütterlich behandelt werden. Und, um ein drastisches Beispiel zu nennen: Über dem Gastronomiegewerbe schwebt seit langem das Damoklesschwert der Insolvenz, und ob und wie Gaststättenpächter die drohende Pleite abwenden können, weiß der Geier. Nichts gegen Menschen, die ihrem Faible und ihrer Passion für Blumen frönen, doch gibt es zum Blumenshopping genügend Alternativen. Wer glaubt, seine Fenster, Balkone und Terrassen mit einer exorbitanten Blumenpracht ausstatten zu müssen, sei auf den "florierenden" Online-Handel und die boomenden Fleuropdienste verwiesen. Und nicht zuletzt auf das reichhaltige Schnittblumenangebot zur Selbstbedienung in Gottes freier Natur.

Dr. Kurt-Helmut Scheidle, Aalen-Unterkochen

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