Lesermeinung

Zur Frage der Woche vom 3. April zum Thema "Gehen Sie an Ostern in die Kirche?":

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Wer kann es den 80 Prozent der Befragten verübeln, wenn sie an Ostern aus unterschiedlichen Gründen nicht zur Kirche gehen? Bundesweit sind es sogar etwa 95 Prozent, die entweder den christlichen Glauben nicht kennen, ihn ablehnen oder ihn nicht praktizieren. Laut Paulus kommt der Glaube vom hören – und weiter:

Wer kann es den 80 Prozent der Befragten verübeln, wenn sie an Ostern aus unterschiedlichen Gründen nicht zur Kirche gehen? Bundesweit sind es sogar etwa 95 Prozent, die entweder den christlichen Glauben nicht kennen, ihn ablehnen oder ihn nicht praktizieren.

Laut Paulus kommt der Glaube vom hören – und weiter: "Wie sollen sie nun den anrufen, an den sie nicht glauben? Wie sollen sie an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? Wie sollen sie hören, wenn niemand [ihn öffentlich und verständlich] verkündet?"

Wichtig ist der Glaube allemal, besonders, wenn wir an die sprichwörtliche "Heidenangst" denken, die mit den unausweichlichen "letzten Dingen" zu tun hat, besonders in Krisenzeiten.

Dazu meint der berühmte Oxford-Gelehrte und Konvertit John Henry Newman: "Ich wünsche mir Laien, nicht arrogant, nicht vorlaut, nicht streitsüchtig, sondern Menschen, die ihre Religion kennen, die sich auf sie einlassen, die ihren eigenen Standpunkt kennen, die wissen, woran sie festhalten und was sie unterlassen, die ihr Glaubensbekenntnis so gut kennen, dass sie darüber Rechenschaft ablegen können, die über so viel geschichtliches Wissen verfügen, dass sie ihre Religion zu verteidigen wissen."

Gibt es sie, diese Laien, die zur neuzeitlichen Aufklärung beitragen können und wollen, damit nicht nur mehr Menschen in die Kirche gehen?

Ellwangen

Hans Benirschke

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