Lesermeinung

Zur geplanten Demonstration der sogenannten Querdenker beim Haus des Landrats:

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Eigentlich ist es ja nicht das Papier wert, auf dem über die Spaziergänge einiger weniger sogenannter Querdenker etwas geschrieben wird. Wir reden von 10 bis 15 Personen, die dem selbsternannten Bewerber für den Landtag Schmidt mit oder ohne Schutzanzüge nachlaufen.

Eigentlich ist es ja nicht das Papier wert, auf dem über die Spaziergänge einiger weniger sogenannter Querdenker etwas geschrieben wird. Wir reden von 10 bis 15 Personen, die dem selbsternannten Bewerber für den Landtag Schmidt mit oder ohne Schutzanzüge nachlaufen. Nun bekommt die Sache eine andere Qualität: Für [...] Donnerstagnachmittag ist ein Marsch zum Haus des Landrats in Lindach angemeldet worden. Damit wird (wieder mal) eine rote Linie überschritten: Am Privathaus des Landrats zu demonstrieren, geht gar nicht und ist vollkommen instinktlos und unanständig. Diese Verquerdenker wollen subtil Angst erzeugen bei der Familie und den Nachbarn ("Schiri, wir wissen, wo dein Auto steht"). Das werden sie nicht zugeben, ("es ist ja nur ein Spaziergang"), aber diese Provokationen sind gewollt und eine bewusste Grenzverletzung. Die, die sich so vehement auf das Grundgesetz berufen, treten seinen Geist mit Füßen. Strafen wir sie mit dem, was sie am meisten fürchten: Nichtbeachtung. Liebe Lindacher: Lassen Sie an Ihren Fenstern zur Straße die Rolläden runter, wenn sie vorbeikommen (wer nicht da ist, kann das ja schon morgens machen). Liebe Redakteure: Berichtet in dem Rahmen, der dieser verschwindenden Minderheit zusteht: Einspaltig, maximal zehn Zeilen. Stellt euch vor, es ist Querdenkerdemo, und keiner geht hin.

Schwäbisch Gmünd

Thomas Krieg

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